Heidelberger Druck: Talsohle durchschritten

Nach Jahren der Krise hat der angeschlagene Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen aus Sicht von
Vorstandschef Gerold Linzbach die Talsohle durchschritten. „Nun nähern wir uns einer normalen Geschäftstätigkeit an“, sagte Linzbach anlässlich der Vorlage der Jahreszahlen.  „Das Wichtigste ist der Perspektivenwechsel, den wir
vollzogen haben: Wir fokussieren uns nicht mehr auf eine bestimmte Technologie, sondern konzentrieren uns darauf, die Kundenbedürfnisse für die nächsten Jahre vorauszusehen.“

Heideldruck ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Vorläufige Zahlen hatte das Unternehmen bereits im Mai vorgelegt. Die Wirtschaftskrise hatte die Druckmaschinenindustrie schwer gebeutelt, Heideldruck kämpft seit Jahren mit den Auswirkungen. Im Zuge einer Neuausrichtung hat der Konzern sein unbeständiges
Neumaschinengeschäft zurückgefahren und den Bereich Services und Verbrauchsmaterialien ausgebaut. Die Mitarbeiterzahl ist immer weiter geschrumpft. „Der Markt, den wir bis vor fünf Jahren hatten, den gibt
es nicht mehr – und der wird auch so nicht zurückkommen“, sagte Linzbach. „Wenn wir mit der Mitarbeiterzahl wieder wachsen und selbst wenn wir wieder auf die alte Größe zurückkommen sollten, dann auf Grundlage eines ganz neuen Geschäftsmodells von Heidelberger Druckmaschinen.“ dpa/feh