Heidelberger OB: Vertrauensverhältnis zum Land erschüttert

Der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner hat die Informationspolitik der Landesregierung in der aktuellen Flüchtlingskrise scharf kritisiert. Er habe erst in der Presse davon erfahren, dass in Heidelberg die zentrale Aufnahmestelle für Flüchtlinge im Land geschaffen werden solle, sagte Würzner am Mittwoch. Diese Form der Kommunikation mit einer Stadt,
die sich herausragend für Flüchtlinge engagiere, könne „in keinster Weise akzeptiert“ werden. Das Vertrauensverhältnis zur
Landesregierung sei derzeit in einer „erheblichen Schieflage“. Würzner forderte, verstärkt andere Potenziale im Land für die
Erstaufnahme von Flüchtlingen zu nutzen. Heidelberg sei an der Kapazitätsgrenze angelangt. Polizei und Feuerwehr seien völlig
überlastet. Allein am vergangenen Wochenende hätten die Einsatzkräfte 800 Notbetten aufstellen müssen. Sie seien inzwischen auch physisch am Ende. Mehr dazu in unserer Sendung RNF Life. dpa/feh