[Video] Heidelbergman: Philipp und Lange siegen

Heidelberg. Laura Philipp (SV Nikar Heidelberg/Team Erdinger Alkoholfrei) und Patrick Lange  (EJOT Team TV Buschhütten) – so heißen die Sieger des 21. Heidelberger Triathlons am Sonntag. Die Ravensburgerin siegte bei schwülwarmem Wetter mit neuem Frauen-Streckenrekord von 2.15.17 Stunden, der Griesheimer gewann die Männer-Konkurrenz souverän mit 1.58.35 Stunden. Damit brachten beide das Kunststück fertig, im BASF Triathlon Cup Rhein Neckar 2013 zum dritten mal in Folge zu gewinnen und sich damit vorzeitig den Sieg in der Cup-Gesamtwertung zu sichern.

Punkt 9.30 Uhr begann der Heidelbergman mit dem Schwimmen im Neckar. Die 1600 Meter mußten ohne Neopren-Anzug absolviert werden, da die Wassertemperatur über 24 Grad lag. Weit über 1000 Teilnehmer sorgten für ein – wieder mal – stolzes Teilnehmerfeld. Bei den Frauen kam die spätere Siegerin Laura Philipp mit der viertschnellesten Zeit aus dem Wasser (20.33 Min.), die stärkste Schwimmerin war Leonie Poetsch (Algemarin Triathlon Team TuS Griesheim) mit 18.55 Minuten. Philipp fuhr den Rückstand über die 35 Kilometer lange Randstrecke aber locker zu, für den anspruchsvollen Doppelschleifen-Parcours am Königstuhl mit Steigungen bis zu 14% und rasanten Abfahrten benötigte die 26jährige 1.14.45 Stunden. Damit war sie nicht nur die schnellste auf dem Rad, sondern auch die erste in der Wechselzone auf der Neckarwiese – und angesichts ihrer Laufstärke ungefährdet im weiteren Fortgang des Wettkampfs. Genau 40 Minuten benötige Philipp für die abschließenden 10 Kilometer, die weitestgehend auf dem Philosophenweg absolviert werden. Auch diese Zeit war eine Bestmarke, und so betrug im Ziel ihr Vorsprung auf Nina Kuhn (Equipe Red, TCEC Mainz) 4.25 Minuten – eine Klasseleistung. Dritte wurde Lena Berlinger von den Mengens Triathleten (2.19.49 Stunden), vierte Leonie Poetsch (2.21.55) und fünfte die Vorjahressiegerin Lena Berg (BKK AST Süßen, 2.21.55).

Bei den Männern kam Patrick Lange als Zweiter aus dem Wasser, mit 18.16 Minuten lag er nur 23 Sekunden hinter dem besten Schwimmer Maurice Clavel (AST Süßen). Auf dem Rad und in den Laufschuhen aber zeigte der Hesse, warum er in Mußbach Anfang Juni und in Ladenburg am 20. Juli so souverän gesiegt hatte: In beiden Teildisziplinen lieferte Lange Bestzeiten ab – Rad 1.05.52 Stunden, Laufen 34.28 Minuten – und ließ sich im Ziel feiern, als ob er die Ironman-WM auf Hawaii gewonnen hätte. Er hatte aber auch die Zeit dazu: 2.40 Minuten betrug sein Vorsprung auf den zweitplatzierten Vereinskollegen Felix Schumann, Clavel wurde mit einem Rückstand von 3.19 Minuten Dritter. Als Vierter ging Paul Schuster aus Griesheim über die Ziellinie (2.02.04 Stunden), Fünfter wurde der Viernheimer Steffen Kundel (2.03.33).

Der HeidelbergMan gilt als einer der härtesten Triathlons in Deutschland, seine besondere Schwierigkeit liegt in den vielen Höhenmetern, die sowohl auf der Radstrecke als auch beim Laufen bewältigt werden müssen. Mehr zum Rennen am Montag im RNF Sportreport (18.30 / 22.30 / 23.30 Uhr). (wg)