Heppenheim: Landratsamt spricht von Vertrauensverlust

Die Odenwaldschule entließ einen Lehrer wegen des Verdachts des Besitzes von kinderponografischen Schriften. Ein Anhaltspunkt für sexuellen Missbrauch liege jedoch nicht vor, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit. In Australien sei bereits 2012 ein Kinderporno-Forum aufgeflogen. Eine E-Mail Adresse habe zu dem 32 Jahre alten Lehrer geführt. Die Aufklärung des Falles könne bis zu sechs Monate dauern. 2010 geriet die Schule bereits in die Kritik, als bekannt wurde, dass mindestens 132 Schüler über Jahre sexuell missbraucht wurden. Der Vorsitzende des Opfervereins der betroffenen ehemaligen Schüler, Adrian Koerfer, fordert nun die Schließung der Odenwaldschule. Auch der stellvertretende Landrat des Kreises Bergstraße, Matthias Schimpf, spricht von einem Vertrauensverlust für die Odenwaldschule. Sie habe einen schweren Fehler gemacht, weil sie die nach dem Missbrauchsskandal versprochene Transparenz nicht eingehalten habe.  (cag)