Frankenthal: Schlafende Freundin erstochen – Lebenslange Haft wegen Mordes in Hochdorf-Assenheim

Er hat seine schlafende Lebensgefährtin erstochen und das gemeinsame Haus angezündet: Dafür ist ein 53-Jähriger vom Landgericht Frankenthal wegen Mordes und schwerer Brandstiftung zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das teilte das Landgericht am Montag mit.
Nach Angaben eines Sprechers verzögerte sich die Urteilsverkündung, weil eine Tochter des Opfers, die als Nebenklägerin im Prozess war,
den Mann angreifen wollte. Vier Justizwachtmeister verhindert das. Die Frau – eines von vier Kindern des Opfers, die alle als Nebenkläger auftraten – wurde danach von der weiteren Sitzung ausgeschlossen.
Nach Überzeugung des Gerichts hatte der türkischstämmige Mann am 5. November vergangenen Jahres in Hochdorf-Assenheim (Rhein-Pfalz-Kreis) seine schlafende Lebensgefährtin mit einem Küchenmesser erstochen und Feuer im gemeinsamen Haus gelegt, das dabei beschädigt wurde. Nach Ansicht der Ermittler beging er die Tat, weil die Frau sich von ihm trennen wollte. Außerdem habe es Streit wegen der Finanzen gegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung hatte auf zwölf Jahre Haft wegen
Totschlags plädiert.(dpa/mf)