Rhein-Neckar-Kreis: IHK formuliert Positionen zur Konversion

Als wichtigsten Aspekt sieht die Industrie- und Handelskammer die Finanzierbarkeit der Konversion. Die Investitionen für die Zukunft dürften nicht aus den Augen verloren werden. Außerdem sollen die Konversionsflächen auch für die kleine und mittelständische Firmen bezahlbar bleiben. Aus Sicht der IHK müsse auch die Gesamtverkehrsplanung mit Einbezug der Konversionsflächen berücksichtigt werden.  Für die Öffentlichkeit sollte Transparenz über Kosten und Risiken erhöht werden. Die Kosten für die Konversion sollten durch die ausreichende Ansiedlung von Unternehmen unterstützt werden.
In Mannheim solle eine ausgewogene Streuung von Wohn-, Gewerbe- und Grünflächen über die einzelnen Konversionsflächen erreicht werden. In Heidelberg sollte man sich vor allem auf die Ansiedlunge technologie- und wissenschaftsorientierter Unternehmen konzentrieren.  In Schwetzingen werden Gewerbe- und Wohnfläche auf getrennten Konversionsflächen angesiedelt.
Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung sieht einen Fördertopf in Höhe von 100 Millionen Euro vor, um die Kommunen beim Ankauf der Konversionsflächen zu unterstützen. In Mannheim funktioniere die Finanzierung bisher schon gut.  Die Stadt Heidelberg sieht vor, alle Konversionsflächen zu erwerben und dann an Investoren weiter zu veräußern. In Schwetzingen dagegen sei von vornherein kein Ankauf durch die Kommunen vorgesehen. Die IHK sehe die Konversion als Chance, um Innovationspotentiale der Region zu nutzen und damit die Wirtschaftsstandorte auch im überregionalen Wettbewerb zu stabilisieren. In Mannheim soll das beispielsweise durch eine Ingenieursmeile ermöglicht werden, während in Heidelberg ein Technologie- und Produktionspark im Bereich der organischen Elektronik denkbar sei. (Kiefer/tr/jos)