In kurzer Zeit zum Asylbescheid: Kretschmann in Heidelberg

Es soll die Dauer bis zum Asylbescheid drastisch verkürzen: Ein neues Modellverfahren zur Bearbeitung von Asylanträgen wird in Heidelberg vorgestellt. Dabei werden die Anträge nach Erfolgsaussicht in Gruppen eingeteilt, wie das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) mitteilte. Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive wird innerhalb kurzer Zeit in Heidelberg entschieden. Komplexere Fälle gehen hingegen wie bisher üblich zur
Bearbeitung an die Bamf-Außenstellen. Das Projekt soll bei einem Besuch von Bamf-Leiter Frank-Jürgen Weise und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) im Zentralen Registrierungszentrum in Heidelberg präsentiert werden.
Im November war bundesweit über knapp 356 000 offene Asylverfahren noch nicht entschieden. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer liegt bei rund fünf Monaten. Die „Rhein-Neckar-Zeitung“ hatte berichtet, in Heidelberg solle künftig innerhalb von ein bis zwei Tagen über Asylanträge entschieden werden. Bis zu 100 abgeschlossene Asylverfahren pro Tag seien möglich. Das Bamf wollte sich dazu nicht äußern. In RNF Life gibt es es dazu heute Abend einen ausführlichen Bericht. dpa/feh