Insheim: Geothermiekraftwerk bleibt abgeschaltet – Hersteller informiert

Nach der Panne im Geothermiekraftwerk im südpfälzischen Insheim bleibt die Anlage vorerst abgeschaltet. „Wir haben den Hersteller gebeten, sich die Sache anzuschauen. Es müssen
wahrscheinlich Dichtungen getauscht werden“, sagte Christian Lerch, einer der beiden Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Pfalzwerke geofuture GmbH, am Montag. Vertreter der israelischen Herstellerfirma Ormat wurden noch für den Abend erwartet. Lerch sagte, er gehe davon aus, dass die Anlage am Dienstagabend „technisch wieder fit“ sei und am Mittwoch oder Donnerstag wieder angefahren werden könne.
Am Samstag war aus der Anlage der gesundheitsschädliche und feuergefährliche Stoff Isopentan ausgetreten, der die Turbine im Kraftwerk antreibt. An einem der Schieber seien aus bislang
unbekannten Gründen die Dichtungen undicht geworden, sagte Lerch. Die Frage sei, wieso dies habe geschehen können, die Dichtungen seien erst drei Jahre alt. Das Unternehmen habe welche vorrätig, „aber da wir nicht genau wissen, wieso sie versagt haben, haben wir den Hersteller gefragt“. Er sei guter Dinge, dass man das Problem nach dessen Eintreffen „leicht in den Griff bekommt“, sagte Lerch.
Das Kraftwerk erzeugt Energie aus Erdwärme. In rund 3600 Metern Tiefe herrscht laut Betreiber eine Wassertemperatur von 160 Grad. (dpa/lrs)