Stadtarchiv Mannheim


Film ab! Unterstützen Sie die Digitalisierung des ISG Filmbestands für das MARCHIVUM Freunde des Stadtarchivs Mannheim – ISG e.V. Stichwort „Digitalisierung Filmbestand“ Commerzbank Mannheim IBAN DE42 6708 0050 0663 636600 BIC DRESDEFF670

FILM AB! – DAS DIGITALISIERUNGSPROJEKT!

Auf dem Weg zum MARCHIVUM lässt das Stadtarchiv Mannheim – ISG den kompletten Filmspulenbestand der AV-Sammlung digitalisieren. Zum einen aus konservatorischen Gründen, da viele der Filme vom Verfall bedroht sind, und um die digitalisierten Schätze in die neue multimediale Ausstellung des MARCHIVUM einzubinden, um dort Geschichte lebendig werden zu lassen. Unser Förderverein Freunde des Stadtarchivs Mannheim e.V., der die Digitalisierung in Auftrag gegeben hat benötigt zur Realisierung Ihre Unterstützung. Jede Spende hilft einmalige Filme zugänglicher zu machen und zu sichern. 

Nationaltheater-Tombola
Das Mannheimer Nationaltheater ist in den Herzen vieler Mannheimer Bürgerinnen und Bürger tief verankert. Einen ordentlichen Liebesbeweis lieferte die 1956 ins Leben gerufene Spendenaktion für den Neubau des Spielhauses. Allen voran wirbt Oberbürgermeister Herrmann Heimerich für die Spendentombola, die in Summe 1 Million DM einspielen sollte.
Eichbaum
Womit stößt man in Mannheim an? Richtig, mit einem kühlen Bier der Privatbrauerei Eichbaum und das nicht erst seit 1956. Gegründet wurde das Unternehmen 1679 vom Wallonen Jean de Chaine (in Deutsch „Hans von der Eiche“) als Schankwirtschaft mit angeschlossener Hausbrauerei. Daraus entwickelte sich bis heute eine der größten Brauereien Baden-Württembergs. Na denn - Prost!
Autohaus Kannenberg
Ein Film aus der Wirtschaftswunderzeit zeigt das Opel-Autohaus Kannberg, das sich auf dem heutigen Gelände des TECHNOSEUM direkt an der Autobahn in den ehemaligen Rhein-Neckar-Hallen befindet. Der aus Danzig geflüchtete Kurt Kannenberg gründet 1949 das Unternehmen, als dieser 1956 stirbt, übernimmt bis zur Schließung 1974 sein Prokurist Walter Presinger den Betrieb.
Meisinger
„Inbegriff perfekter Gastronomie und Hotellerie“ ist das Restaurant Fürstenberg unter der Leitung Max Meisingers und seiner Ehefrau Käthe. Der Film aus dem Jahr 1938 zeigt die fröhliche Hoteliersfamilie zusammen mit Sohn Heinz. Die Hakenkreuzfahnen sind Vorboten einer unschönen Zukunft. Der Sohn gilt im Russlandfeldzug als vermisst und 1943 fällt das Lokal den Bomben des Zweiten Weltkriegs zum Opfer. Eine der wenigen Farbaufnahmen aus dieser Zeit und dank dem Digitalisierungsprojekt im MARCHIVUM zugänglich gemacht.
Adenauer
Der Kanzler kommt! Um 20 Uhr, so künden es die Megafone der Wagen und die Aufkleber an, spricht Konrad Adenauer im Rosengarten. Am 1. August 1953 kommt die Kanzlerlimousine – flankiert vom Autocorso des Wahlkampfteams. Mit seinem Besuch in Mannheim läutet Adenauer den CDU-Wahlkampf in Baden-Württemberg ein und ein unbekannter Filmemacher hält dies auf einem 16mm-Film fest.
Landung Graf Zeppelin
„Die Wallfahrt der Hunderttausend“ titelte die Neue Mannheimer Zeitung vom 20. Oktober 1930 das Ereignis, welches am Vortag 60.000 Zuschauer und rund 40.000 Zaungäste zum Mannheimer Flughafen lockte. Die Landung des Luftschiffs „Graf Zeppelin“ wurde mit einem Volksfest gefeiert und die Mitglieder der Luftschiffbesatzung wurden wie Helden mit Jubel begrüßt und erhielten als Ehrengeschenk einige Flaschen Pfälzer Wein.
Oskar Dimpfel
Er war die Sensation des Großflugtags im Mai 1927 auf dem Flughafen Mannheim-Neuostheim: Oskar Dimpfel. Der gebürtige Durlacher, der in Mannheim aufwuchs, wagte erstmals seine atemberaubende „Flugzeug-Gymnastik“ vor 50.000 Menschen. Danach begann sein Siegeszug bei den Flugschauen – bis die Nazis ihn stoppten. Dimpfels Akrobatik kann das Stadtarchiv nicht unbedingt zur Nachahmung empfehlen, stattdessen will es darum bitten, dass diese Filmperle in bester Digitalqualität dauerhaft erhalten bleibt.
Überführung des Kurfürsten
Reichlich spät, könnte man denken! Schließlich waren der Kurfürst Karl Philipp und seine dritten Gemahlin Violanta Theresia, geborene Gräfin von Thurn und Taxis, schon seit mehr als 215 Jahren verstorben und wurden nun erst bestattet. Aber Achtung: Die infolge des 2. Weltkriegs in der Jesuitenkirche aufgebahrten Särge kehrten am 15. Februar 1957 endlich wieder in die wiederhergestellte Fürstengruft in der Schlosskirche zu ewiger Ruhe zurück. Im Film wird die längst versunkene Welt der Kurfürsten wieder ein Stück weit lebendig – da wäre es doch schade, wenn der Film nicht auch Jahrhunderte überdauern würde.
Strandbad Mannheim
Badespaß in den 50er Jahren: das Strandbad. Der Mannheimer Lido war an heißen Sommertagen beliebte Anlaufstelle. In den 1970er Jahren wird das Baden im Rhein verboten und das Strandbad nicht mehr als solches genutzt. Dennoch bleibt es ein beliebter Erholungsort. Das rege Treiben am Rheinufer bliebe ohne dieses filmische Dokument für jüngere Generationen wohl schwer vorstellbar.
Kaufhaus Vetter
Der markante Turm des Kaufhauses Vetters in N 7, 3 wird vielen noch im Gedächtnis sein und er ziert auch die Bodenplatte vor der Heinrich-Vetter-Passage in der Mannheimer City. Ein florierendes Kaufhaus präsentiert sich in dem Film aus dem Jahr 1955. Überall sieht man Verkäuferinnen und Verkäufer bei der Kundenberatung, egal ob es um den neuen Geschäftsanzug oder das neue paar Tanzschuhe geht.
Mannheimer Morgen
Für viele nicht wegzudenken: die Zeitung beim Frühstück. Welchen Prozess das Papierwerk durchläuft, bis es neben dem dampfenden Kaffee auf dem Tisch liegt, veranschaulicht dieser Filmclip aus dem Jahre 1955; hergestellt von der Schrader-Film-Produktion Hamburg. Ein herrlicher Blick hinter die Kulissen! Sicher im Archiv verwahrt wird dieser Film dank des Digitalisierungsprojekts zu neuem Leben erweckt.
Maxi Herber
Welches Ereignis lockt die Mannheimer hier wohl in Scharen in das Eisstadion? Ein Auftritt der in den 1930er Jahren gefeierten Eiskunstläuferin Maxi Baier, die gemeinsam mit Ehemann Ernst Baier einen fantastischen Paarlauf aufs Eis legt. Bisher ist es noch nicht gelungen, diese Privataufnahme exakt zu datieren, aber die Digitalisierung nach neuesten Standards sorgt oftmals für neue Erkenntnisse, da die Filme ganzheitlich eingescannt werden und damit keinerlei Bildverlust stattfindet.
Herrenausstatter Manes
Wer erinnert sich noch an das Mannheim der frühen 1930er Jahre? Mit der belebten Mannheimer Innenstadt und den vielen Schaufenstern, die feinen Zwirn für den besonderen Anlass darboten? Ein Geschäft war damals der traditionsreiche Herrenausstatter Gebrüder Manes in P 4, 11/12. Doch deren Inhaber, weil sie Juden waren, mussten schon bald nach Hitlers „Machtergreifung“ den faktischen Raub ihres Geschäfts hinnehmen. Und wurden dafür auch nach 1945 nicht entschädigt. Damit diese Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, ist die Bewahrung solcher Filme so eminent wichtig.
Jubiläumsausstellung 1907
Es war das Megaereignis 1907: Die Eröffnung der „Internationalen Kunst- und Große Gartenbau-Ausstellung“ – Höhepunkt des 300-jährigen Stadtjubiläums von Mannheim. Da durfte der Landesherr eigentlich nicht fehlen. Aber der Großherzog Friedrich I. war erkrankt und so vertrat ihn sein Sohn, der Erbgroßherzog, der ein Augenleiden hatte und stets eine Sonnenbrille trug. So auch an jenem 1. Mai 1907, wo wir die Geburtsstunde der Mannheimer Filmgeschichte erleben. Im Vorfeld der Ausstellung wurden mächtig Spenden gesammelt, um am Ende eine stolze Bilanz zu ziehen: 4,6 Mio. Besucher strömten in die Ausstellung! Spenden lohnt sich also!
NS-Propaganda
Eindrucksvoll dokumentiert der Privatfilm die Propagandamaschinerie des NS-Regimes anlässlich der Abstimmung zum Anschluss Österreichs am 12.03.1938. Riesige Spruchbänder und Hakenkreuzfahnen schmücken das Schloss und den Wasserturm. Verständlich, dass man sich dem nur schwer entziehen konnte und umso wichtiger, dass solche Zeitzeugnisse zur Sensibilisierung und Aufklärung im MARCHIVUM genutzt werden können.

FILM AB!

Die Digitalisierung des ISG-Filmbestands
für das MARCHIVUM.

 


 
Projektkonzept: Désirée Spuhler (Stadtarchiv Mannheim – ISG)
Sprecherin: Helen Heberer (ISG-Freunde)
Texte: Julia Scialpi (ISG-Freunde)
Technische Umsetzung: Andreas Etzold (RNF)

 


Stadtarchiv Mannheim
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