Kunst in Mannheim: Portraits mit bewegter Geschichte

Zwei Portraits mit bewegter Geschichte aus der Hand des Malers Franz von Lenbach sind von Sonntag an in Mannheim zu sehen. Sie hatten seit 1951 im Depot der Staatlichen
Kunsthalle Karlsruhe gelagert – und sind jetzt an die Reiss-Engelhorn-Museen (Rem) übergeben worden. Die Darstellungen der jüdischen Mannheimer Bürger Felix und Helene Hecht sind Teil der Neupräsentation der Rem-Sammlung Kunst und Kulturgeschichte. Lenbach hatte die Gemälde 1901 angefertigt, sie waren zunächst im Besitz der Porträtierten. In der Zeit des Nationalsozialismus und nach dem Tod ihres Mannes alleinstehend, sah sich Helene Hecht gezwungen, die Bilder weit unter Wert zu verkaufen, wie Tessa Rosebrock von der Kunsthalle Karlsruhe sagte. Nach dem Krieg entdeckte eine Enkelin der Hechts die Bilder zufällig in einer Konstanzer Galerie. dpa/feh