Ladenburg: Zwei Kubikmeter Kalilauge entweichen aus Leck / Fünf Verletzte

In Ladenburg kam es am Sonntag zu einem Gefahrgutunfall. Wie die Polizei mitteilt, trat am späten Vormittag innerhalb des Geländes eines Chemieunternehmens Kalilauge aus. Der Vorfall ereignete sich beim Entladen durch ein Transportmotorschiff. Die Kalilauge wurde den Angaben zufolge ab 9:45 Uhr von dem Schiff über eine Leitung in die Firma gepumpt. Die Flüssigkeit trat an einem Leck aus. Beim Erkennen der Leckage wurden die Absperrschieber umgehend geschlossen, sodass die ausgetretene Lauge – nach bisherigen Erkenntnissen etwa 2 Kubikmeter – in dem firmeneigenen Abwassersystem aufgefangen, abgepumpt und somit neutralisiert werden konnte. Weder sei in die öffentliche Kanalisation noch in den Neckar Kalilauge eingeflossen, heiß es. Fünf Arbeiter der Firma wurden leicht verletzt, sie wurden vor Ort ambulant behandelt. Eine Person kam mit Hautverätzungen in eine Heidelberger Klinik. Die Höhe des Sachschadens lässt sich noch nicht beziffern. Neben der Werksfeuerwehr des Chemieunternehmens waren der Betriebsleiter des Hafens sowie ein Notfallmanager vor Ort.

Kalilauge ist eine wässrige Lösung von Kaliumhydroxid und wie  Natronlauge eine außerordentlich starke Base. Auf der Haut verursacht Kalilauge schwere Verätzungen. Gelangt Lauge ins Auge, kann dies sehr leicht zur Erblindung führen. Auf die Haut oder ins Auge gelangte Kalilauge muss sofort mit reichlich Wasser abgewaschen werden. (wg)