Landau: Erdwärmekraftwerk im Probebetrieb

Die ersten Probeläufe des umstrittenen Erdwärmekraftwerks im südpfälzischen Landau sind nach Einschätzung des Betreibers zufriedenstellend verlaufen. Das teilte ein Sprecher des Bohrtechnik- und Geothermieunternehmens Daldrup & Söhne auf Anfrage am Mittwoch mit. Der Probebetrieb für das Kraftwerk – es wird von der Tochtergesellschaft geox betrieben – startete demnach Ende vergangener Woche. Ursprünglich hätte die Anlage schon einige Tage zuvor den Probebetrieb aufnehmen sollen. Allerdings habe man noch Details mit den Behörden klären müssen.
Die Anlage war im März 2014 stillgelegt worden, nachdem sich der Boden in der Umgebung stellenweise um mehrere Zentimeter gehoben
hatte. Experten hatten das mit dem Kraftwerk in Zusammenhang gebracht. Als Ursache galt Wasser, das aus dem Anlagensystem austrat.
Die Vorfälle sorgten in Landau für heftigen Protest.
Das 2007 in Betrieb genommene Kraftwerk soll mit heißem Wasser aus 3000 Metern Tiefe eigentlich Strom für etwa 4000 Haushalte erzeugen. Nach den Bodenhebungen hatte der Betreiber nach eigenen Angaben eine lecke Stelle an einer Dichtung zwei bis drei Meter unterhalb der
Erdoberfläche reparieren lassen. Zudem investierte er in eine bessere Überwachungstechnik sowie in andere Sicherheitssysteme.
Der Probebetrieb soll in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden noch bis Ende November 2017 laufen. Danach sollen Ergebnisse
sowie mögliche weitere Anforderungen gemeinsam besprochen werden. Aktuell gehe man davon aus, dass die Anlage zum Jahresende 2017 den
Regelbetrieb aufnehmen kann, sagte der Sprecher. (dpa/lrs)