Landau: Gericht verurteilt Obdachlosen zu fünfeinhalb Jahren Haft

Ein 38-jähriger Obdachloser ist wegen des gewaltsamen Todes seiner Freundin vor dem Landgericht Landau zu einer Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Mann seine Lebensgefährtin im südpfälzischen Wörth so heftig misshandelte, dass sie an inneren Blutungen starb, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Verurteilt wurde der mehrfach vorbestrafte 38-Jährige wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Laut Anklage hatte er seine ebenfalls obdachlose Freundin im September vergangenen Jahres vor dem Hallenbad in Wörth geschlagen und getreten – auch noch, als die 54-Jährige längst am Boden lag. Er traf sie mit dem Fuß an den Rippen, im Gesicht und am Hinterkopf. Nach den Worten des Gerichtssprechers hatte sich das Paar wenige Monate zuvor kennengelernt.

Laut Staatsanwaltschaft waren beide Obdachlosen zum Zeitpunkt der tödlichen Attacke stark betrunken. Der Angeklagte selbst hatte sich an einen Passanten gewandt und von der Frau berichtet, die leblos in der Nähe des Hallenbades liege. Die Anklage hatte für eine Haftstrafe von sieben Jahren plädiert, die Verteidigung forderte fünf Jahre. Der Richterspruch ist noch nicht rechtskräftig. (dpa)