Landau: Lob für Landesgartenschau

Die Landesgartenschau im südpfälzischen Landau kommt nicht nur bei der Bevölkerung gut an, auch Fachleute zeigen sich beeindruckt. „Insgesamt hat es uns gut gefallen“, sagte die Landschaftsarchitektin Bettina Wettstein von der Technischen Universität Kaiserslautern der Deutschen Presse-Agentur. Die Dozentin hatte die Blumenschau mit Studenten besucht. Es gebe aber auch Verbesserungsvorschläge zur Beschilderung an manchen Stellen. Das gelte etwa für den „Buddhistischen Garten“ an der Blütenpromenade, in dem unter anderem eine vergoldete Buddha-Figur thront. Dafür, dass es beim Buddhismus um eine Religion und um eine Lebenseinstellung gehe, fehle es hier an Informationen, um damit umgehen zu können, sagte Wettstein. „Das hatte so dekorativen Charakter.“ Mehr Erläuterungen seien auch wünschenswert bei den Spielgeräten aus Edelstahl, die auch Senioren für das Krafttraining oder das Laufen nutzen könnten. „Da hat man nicht so richtig erkannt, was das sein soll.“ Wettstein betonte aber auch, die Gartenschau-Macher unterlägen gewissen Zwängen, weil sie den Erwartungen verschiedener Besuchergruppen gerecht werden müssten. So wollten etwa ältere Besucher einen Sommerflor sehen, während zum Beispiel ökologisch interessierte Gäste auch ein Insektenhotel gut fänden. „Deshalb wirkt es vielleicht ein bisschen aneinandergereiht an manchen Stellen.“ „Ansonsten fanden wir das eigentlich alles ganz schön“, sagt die Landschaftsarchitektin. Das gelte vor allem für den 25 Meter hohen Aussichtsturm, der einen Blick über das Geläncde und in die umliegende Natur ermöglicht. Zudem gefalle ihr die Konstruktion der Kapelle, mit der die beiden großen christlichen Kirchen auf dem Gelände vertreten sind. Das aus Holz errichtete Gebäude hat einen ovalen Grundriss. Allerdings gebe es auf dem Gartenschaugelände nichts ganz Neues. „Das sind alles Elemente, die es irgendwo schon gibt“, sagte Wettstein, die  nach eigenen Angaben schon zahlreiche Gartenschauen gesehen hat. Die vierte Landesgartenschau hat sich seit dem Start am 17. April zum Publikumsmagneten entwickelt und seitdem mehr als 300 000 Besucher angezogen. Bis zum 18. Oktober werden mindestens 600 000 Gäste erwartet. (dpa)