Landau: Mangelnder Unterdruck in Schornstein Todesursache

Mangelnder Unterdruck in einem Schornstein hat einem Experten zufolge Anfang August zum Tod eines 32-Jährigen in einem Mehrfamilienhaus in Landau geführt. Die hochsommerlichen Temperaturen hätten zu einem Versagen des sogenannten Schornsteinzugs geführt, teilten die Landauer Staatsanwaltschaft und die Polizei in Ludwigshafen am Montag gemeinsam mit. Das habe ein Sachverständiger herausgefunden. Mit Schornsteinzug ist ein Unterdruck gemeint, der normalerweise aufgrund der Temperaturunterschiede zwischen draußen und drinnen entsteht und der dafür sorgt, dass Rauchgase über den Schornstein das Gebäude verlassen. Da in der Wohnung des Toten zudem der Gastherme zu wenig Luftsauerstoff zugeführt wurde, sei eine tödliche Konzentration an Kohlenmonoxid entstanden. Ein Selbstmord sei insofern auszuschließen, auch habe kein Dritter die Therme manipuliert. Dass der Mann an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben war, hatte bereits die Obduktion der Leiche ergeben. Wegen erhöhter Kohlenmonoxid-Werte mussten Anfang August 29 Bewohner zwei Häuser in Landau zwischenzeitlich verlassen. Damals war auch der Tote entdeckt worden. (dpa/lrs)