Landau: Wintershall beendet Messungen am Ölfeld Landau – Auswertung dauert

Nach dem Ende seismischer Messungen in und um das pfälzische Landau will die BASF-Tochter Wintershall nun die Ergebnisse auswerten und dann über mögliche neue Bohrungen nach Öl entscheiden. Die Auswertung werde voraussichtlich rund ein Jahr dauern, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Mittwoch in Kassel. Die Daten sollen ein genaues Bild vom Erdölfeld Landau liefern. Es gehe darum, wo in Zukunft weitere Vorkommen erschlossen werden. Das Landauer Erdölfeld ist eines der größten im Oberrheintalgraben. Während sieben Wochen war nach Angaben von Wintershall auf einer Fläche von 58 Quadratkilometern gemessen worden. Dabei schickten Spezialfahrzeuge an rund 7500 Punkten Schallwellen in den Untergrund, die an Grenzen von Gesteinsschichten reflektiert und dann an der Oberfläche von sogenannten Geophonen wieder aufgenommen worden. So ergibt sich ein dreidimensionales Bild vom Untergrund. Wintershall betonte, es seien keine größeren Schäden entstanden. Vereinzelt seien Risse an verputzten Wänden gemeldet worden. Das werde bearbeitet, die wegen der Messungen entstandenen Schäden würden reguliert. Kritik an der Ölförderung übt etwa der Naturschutz BUND, der den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energieträger fordert. (dpa)