Löwen: David unterliegt Goliath – Zweite Mannschaft drei Nummern zu klein für Kielce

Die Rhein-Neckar Löwen stehen in der Champions League erwartungsgemäß vor dem Aus. Die zweite Mannschaft des deutschen Handball-Meisters verlor am Samstag das Achtelfinal-Hinspiel beim polnischen Spitzenclub KS Vive Kielce mit 17:41 (8:21). Da die Löwen aufgrund eines Terminstreits mit dem europäischen Verband EHF am Samstagabend auch noch das Bundesliga-Topspiel beim THW Kiel bestreiten müssen, hatten sie ihre Drittliga-Mannschaft zum Spiel nach Polen geschickt. Vor 4000 Zuschauern war Rico Keller mit fünf Treffern bester Torschütze der nordbadischen Amateure, die gegen den Champions-League-Sieger von 2016 ordentlich begannen und nach sechs Minuten nur 3:4 zurücklagen. Danach setzte sich der Favorit aber ab und führte schon zur Pause mit 21:8. Nach dem Seitenwechsel hatte der polnische Serienmeister keine Probleme, seinen Vorsprung weiter auszubauen.
„Ich habe Respekt davor, was die Mannschaft geleistet hat“, sagte Trainer Michel Abt bei Sky. „Das ist eine Erfahrung, die meiner Mannschaft auf jeden Fall weiterhelfen wird.“ Kielce-Coach Dushebajev erklärte: „Wir wussten eigentlich bis zum Anwurf nicht, welche Mannschaft der Löwen hier heute aufläuft. Glückwunsch an diese junge Löwen-Mannschaft, die hier sehr gut aufgetreten ist. Ich finde es enttäuschend, dass ein Achtelfinale in der Champions League unter solchen Bedingungen ausgetragen wird. (dpa/wg)