Löwen: Grober Patzer in Berlin

Auf dem Weg zur ersten Meisterschaft hat Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen einen herben Dämpfer hinnehmen müssen. Am Sonntag verloren die Mannheimer ihr Spiel bei den Füchsen Berlin mit 20:24 (7:11). Sie haben nun ebenso wie der Tabellenzweite THW Kiel, der aber ein Spiel weniger absolviert hat, acht Minuspunkte auf dem Konto. „Das war ein gebrauchter Tag für uns“, sagte Löwen-Regisseur Andy
Schmid nach dem Spiel bei Sport1. Den Traum vom Titel gibt der Schweizer aber nicht auf: „Wir müssen jetzt noch enger zusammen rücken. Und das werden wir tun.“

Die Mannheimer liegen im Kampf um ihre erste deutsche Meisterschaft nur noch zwei Punkte vor
Titelverteidiger THW Kiel, der zudem ein Spiel weniger bestritten hat. Die Berliner indes können dank des Sieges den für das internationale Geschehen der kommenden Saison nötigen Platz vier noch einmal angreifen. Knackpunkt der Partie vor 8483 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle war die 12. Minute, als die Schiedsrichter den Berliner Abwehrchef Jakov Gojun mit einer Roten Karte von Feld schickten. Das allerdings gab dem Außenseiter Auftrieb, die Gäste kamen an der flexiblen Abwehr und einem erstklassig aufgelegten Torwart Silvio Heinevetter einfach nicht vorbei. Erfolgreichste Werfer waren für Berlin Petar Nenadic und Fabian Wiede (je 6), für die Löwen Uwe Gensheimer (6). (dpa/wg)