Lorsch: Sonderausstellung zeigt rekonstruiertes Mönchs-Gesicht

Eine Sonderausstellung im einst bedeutenden Kloster Lorsch zeigt eine 3D-Gesichtsrekonstruktion eines dort
begrabenen Mönchs aus der Zeit um das Jahr 900. „Sie bringt uns den einzelnen Menschen näher und ermöglicht dem Besucher eine direkte Begegnung mit einem Mönch aus der Karolingerzeit“, sagte der Leiter der Unesco-Welterbestätte Kloster Lorsch, Hermann Schefers.
Die Schau „Begraben und vergessen? Knochen erzählen Geschichte“ wird an diesem Sonntag (19. März) in der Zehntscheune eröffnet und dauert  bis zum 14. Mai. Sie will die Menschen in den Blick nehmen, die vom frühen bis zum späten Mittelalter in der Benediktinerabtei lebten, arbeiteten und dort begraben wurden. Das Kloster Lorsch war ein bedeutendes religiöses Zentrum gewesen. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde die Anlage verwüstet. Im
Laufe der Zeit wurden fast alle klösterlichen Gebäude abgebrochen. Seit 1991 steht das Kloster auf der Welterbeliste der Unesco. dpa/feh