Löwen: Klarer Sieg gegen Essen

22. Saisonsieg für die Rhein-Neckar Löwen: Die Badener heimsten am vorgezogenen 32. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga nicht nur die Zähler 47 und 48 gegen TuSEM Essen ein, sie unterstrichen damit ihre Ambitionen auf die direkte Champions-League-Qualifikation. Das 29:21 prangte am Ende auf der Anzeigetafel der Mannheimer SAP Arena – als Ergebnis eines erfolgreichen Abends für die Löwen, die zur Halbzeit mit 15:7 in Front gelegen hatten. Zum erfolgreichsten Werfer avancierte Patrick Groetzki mit acht Treffern.

Dementsprechend zufrieden mit den beiden Punkten verließ Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson den Ort des Geschehens. Der Isländer bilanzierte wenig später im Pressegespräch: „In der ersten Hälfte haben wir vorne und hinten gut gespielt, aber im zweiten Abschnitt haben wir nachgelassen und waren nicht mehr gut genug. Allerdings zeigte Torwart Niklas Landin mit 19 Paraden eine Weltklasseleistung und auch Rechtsaußen Patrick Groetzki war überragend. Das waren unsere Pluspunkte. Am Ende haben wir zwei wichtige Zähler geholt.“ Manager Thorsten Storm erklärte: „Wir haben gut angefangen und der Sieg war nie gefährdet. Aber dass einige doch nicht ganz zufrieden sind, liegt sicherlich daran, dass wir zu viele Chancen vergeben haben.“ Während TuSEM-Trainer Christian Prokop konstatierte: „Wir sind hier angetreten, um uns deutlich besser als zuletzt zu präsentieren, was uns phasenweise gerade in der Abwehr gelungen ist. Allerdings bin ich mit der Angriffsleistung und 15 technischen Fehlern nicht zufrieden.“

Das Duell begann mit vier Treffern für die Löwen – 4:0 (8.) nach Toren von Groetzki (2), Sesum und Schmid. TuSEM-Coach Prokop legte zum ersten Mal die grüne Karte. Auszeit Essen nach 7:29 Minuten. Wenig später stand es 5:1 (10.). Und die Löwen verließen die Spur. Fehlwürfe, technische Fehler – die Konzentration war nicht bei 100 Prozent. Und schon bekamen die Badener die Quittung: Ein 4:0-Lauf des TuSEM bedeutete den Ausgleich (16.). Und Auszeit. Diesmal für die Löwen. Im Angriff der Löwen knirschte ordentlich Sand, dennoch setzten sie sich langsam ab, schafften es durch eine kompakt aggressive Abwehrleistung  mit einem sehr gut disponierten Keeper Landin, dass dem Team aus dem Ruhrpott gut neun Minuten kein Treffer gelang. Ein 6:0-Lauf der Badener bedeutete das 11:5 (25.). Beim 13:6 (26.) nahm Trainer Prokop seine zweite Auszeit. Die Hausherren bauten ihre Führung trotzdem weiter aus. 15:7 lautete der Pausenstand, Rechtsaußen Groetzki hatte sich sechs Mal in die Torschützenliste eingetragen.

Im ersten von fünf Endspielen um die Champions-League-Qualifikation müssen die Punkte in Mannheim bleiben – so lautete die Vorgabe für Coach Gudmundsson und seine Sieben gegen den Tabellenletzten. Die Badener liefen auch über die gesamte Spielzeit nie Gefahr, diese Partie aus der Hand zu geben.Trotzdem fehlte doch in einigen Phasen die letzte Konsequenz – und die Durchschlagskraft aus dem Rückraum. „Wir haben zu viele Bälle verworfen. Eine 38-prozentige Wurfquote aus dem Rückraum ist zu wenig. Das müssen wir verbessern“, so Löwen-Coach Gudmundsson.

Nach dem Wechsel wurde es beim 19:9 (38.) zum ersten Mal zweistellig. Nach einem 3:0-Lauf der Essener zum 19:12 (43.) unterbrach Coach Gudmundsson die Partie. Auszeit Löwen. Aber die Fehlerquote des Tabellenzweiten in der Offensive blieb im roten Bereich. „Im Angriff müssen wir uns steigern“, forderte Gudmundsson nach dem Pflichtsieg folgerichtig.

Bereits am Samstag folgt erneut eine Heimpartie für die Löwen. Dann kreuzt um 19 Uhr der TSV GWD Minden in der Mannheimer SAP Arena auf. Zum nächsten Endspiel. (uk)