Ludwigshafen: BASF bringt größte Einzelinvestition auf den Weg – neue TDI-Anlage

Im BASF-Werk Ludwigshafen laufen die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme der größten Einzelinvestition in der Geschichte des Chemieriesen. Es geht um eine Anlage für das  Kunststoffgrundprodukt TDI.

Das Projekt, für das 48 Kilometer Rohrleitungen neu verlegt wurden, müsse in das bestehende Verbundsystem eingepasst werden, erklärte BASF-Manager Werner Regenberg bei einer Werkstour am Montag. Der weltgrößte Chemiekonzern investiert rund eine Milliarde Euro in die Anlage, die laut BASF mit einer Jahresproduktion von 300 000 Tonnen die weltweit größte ihrer Art ist. Dank eines neuen Verfahrens benötige sie für eine Tonne TDI nur noch halb so viel Energie wie bisher und auch weniger Rohstoffe.

Zu der Anlage, mit der 200 neue Stellen entstehen sollen, gehören acht Teilanlagen. Im letzten Quartal 2015 sollen die Anlagen nacheinander angefahren werden. TDI (Toluoldiisocyanat) wird für die Herstellung von Polyurethan-Kunststoffen verwendet. Sie werden etwa in der Auto- und Möbelindustrie eingesetzt. Die BASF erwartet für die kommenden Jahre eine steigende Nachfrage nach diesen Grundprodukten. Der weltweite TDI-Markt werde voraussichtlich um einen Prozentpunkt stärker wachsen als das weltweite Bruttosozialprodukt, für das ein Wachstum von rund drei Prozent erwartet wird. (dpa/lrs)