Ludwigshafen: BASF-Mitarbeiter verletzt sich mit Schwefelsäure

Bei einem Arbeitsunfall im Werk der BASF in Ludwigshafen hat sich ein Mitarbeiter verletzt. Wie das Unternehmen mitteilt, benetzte sich der Mitarbeiter beim Spülen einer Leitung mit Schwefelsäure. Er sei nach der Erstbehandlung durch den BASF Rettungsdienst stationär in einer Klinik aufgenommen worden. Zur Schwere der Verletzungen macht die BASF keine Angaben. Laut dem Sicherheitsdatenblatt verursacht Schwefelsäure schwere Verätzungen der Haut und schwere Augenschäden. Die zuständigen Behörden seien informiert, so BASF.

Ebenfalls im Krankenhaus liegt noch ein BASF-Mitarbeiter, der vor fast zehn Wochen bei der Explosion im Landeshafen Nord verletzt worden war. Das sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet. Der Landeshafen – ein wichtiger Umschlagplatz für Rohstoffe – ist wegen Reparaturarbeiten größtenteils noch außer Betrieb. Nur ein Anleger werde genutzt.

Ganz abgeschaltet ist nach Angaben der Sprecherin weiter die TDI-Anlage, die bisher größte Einzelinvestition im Stammwerk. Sie war am 22. November wegen eines Defekts heruntergefahren worden. Es gebe keine Prognose, wann sie wieder gestartet werde. Zuvor hatte die «Rheinpfalz» darüber berichtet. Der Komplex hat gut eine Milliarde Euro gekostet. TDI wird für Polyurethan-Kunststoffe verwendet, die zum Beispiel in der Auto- und Möbelindustrie verwendet werden. (rk, aktualisiert)