Ludwigshafen: BASF prüft trotz Ölpreisverfalls weiter US-Milliardenprojekt

Der Chemiekonzern BASF prüft trotz des niedrigen Ölpreises weiter die größte Einzelinvestition in der
150-jährigen Firmengeschichte. Die Entscheidung, ob die Propylen-Fabrik in den USA gebaut werde, stehe noch aus, sagte eine BASF-Sprecherin. Zuvor hatte die Ludwigshafener Tagezeitung „Die Rheinpfalz“ berichtet, die BASF werde das Mammutprojekt wegen des Ölpreisverfalls wohl absagen. BASF-Chef Kurt Bock hatte 2014 verkündet, der Chemieriese prüfe den Bau einer mehr als einer Milliarde Euro teuren Propylen-Fabrik an der US-Golfküste. Bei der Entscheidung spielte eine Rolle, dass in den USA wegen der Schiefergasvorkommen billiger produziert werden konnte.Mittlerweile hat sich dieser Vorteil wegen des Ölpreisverfalls relativiert: Der Preis ist seit Mitte 2014 um gut 70 Prozent zurückgegangen. Hinzu kommen der gesunkene Propylen-Preis und die gestiegene weltwirtschaftliche Unsicherheit.Die Basischemikalie Propylen besteht zum größten Teil aus Erdgas oder Erdöl und wird bei der Produktion etwa von Autolacken, Waschmitteln und Babywindeln verwendet. Als der Ölpreis sank, fiel auch der Preis für Propylen. Die Entscheidung über das Projekt soll Mitte 2016 getroffen werden. dpa/feh