Ludwigshafen: BASF will mehr weibliche Chefs

Beim weltgrößten Chemiekonzern BASF sollen in Zukunft mehr Frauen das Sagen haben, allerdings nicht überall. Das Unternehmen will den Anteil der Frauen mit „disziplinarischer Führungsverantwortung“ bis 2021 weltweit von derzeit 19 Prozent auf 22 bis 24 Prozent steigern – das entspreche dem Frauenanteil der Belegschaft. Außerdem soll der Anteil der nicht-deutschen Chefs auf
den oberen vier Führungsebenen, der Ende 2014 bei 34 Prozent lag, wachsen, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Die Ziele sollen konzernweit erreicht werden – das heißt, dass nicht jedes Land und
jede Gesellschaft auf den angestrebten Frauenanteil kommen muss. In Deutschland, wo BASF das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst umsetzen muss, gibt es andere Ziele: Der Aufsichtsrat legte fest, dass es im Vorstand der BASF SE mindestens eine Frau geben soll, was bereits der Fall ist. Der Frauenanteil liegt damit bei 12,5 Prozent. Der Vorstand beschloss für die beiden Führungsebenen unter ihm einen Frauenanteil von 9,4 Prozent und 11,8 Prozent – was ebenfalls dem aktuellen Stand  entspricht. Ende 2016 sollen die Zielgrößen überprüft werden. Zum Monatsende läuft die Frist ab, zu der sich knapp 4000 deutsche Firmen verbindliche Zielgrößen für die Frauenquote setzen müssen. (dpa/lrs)