Ludwigshafen: News-Ticker zur Gas-Explosion im Stadtteil Oppau (mit Videos)

Update 28. Oktober 2014, 13:00 Uhr:

Der bei der Ludwigshafener Gasexplosion getötete Arbeiter war ein 58 Jahre alter Deutscher. Das teilen Polizei und Staatsanwaltschaft nach der DNA-Analyse mit.
Die drei schwer verletzten Kollegen des Mannes snd nach Polizeiangaben noch nicht ansprechbar. Einem von ihnen gehe es inzwischen etwas besser, der Zustand der anderen beiden sei nach wie vor kritisch. Das Bauunternehmen, für das die Männer im Einsatz waren, wollte zu ihrer Identität keine Angaben machen.(mf)

 

 

Alle weiteren Informationen und Videos rund um das Unglück aus den vergangenen Tagen finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

 


 

Update 19:00 Uhr: Der Beitrag aus RNF Life vom Montag Abend – Tag 4 nach dem Unglück

Vier Tage nach der schweren Gasexplosion im Ludwigshafener Stadtteil Oppau suchen die Betroffenen den Weg zurück in die Normalität. Im Mittelpunkt stehen jetzt Ursachenforschung und Schadensregulierung. Einige Dutzend Menschen haben in den beschädigten Wohnungen ihr Hab und Gut verloren. Am Unglücksort selbst sind die Ermittlungen der Polizei ebenso abgeschlossen wie die nötigsten Reparatur- und Aufräumarbeiten.

Update Montag, 27.10.2014, 9:55 Uhr. DPA meldet: Die Polizei prüft Gerüchte, nach denen vor dem Unglück an der Baustelle geraucht worden sein soll. „Die Kollegen gehen dieser Spur nach“, sagte eine Polizeisprecherin am Montag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Ein Augenzeuge hatte bei einer Bürgerversammlung am Samstag erklärt, er habe gesehen, dass Arbeiter vor der Explosion in der Baugrube geraucht hätten. „Wir können dazu gar nichts sagen“, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens Gascade. Das Gemeinschaftsunternehmen von BASF und dem russischen Gazprom-Konzern hatte die Arbeiten in Auftrag gegeben.


 

Lesen Sie ab hier die Meldungen vom Sonntag, 26.10.2014

Update 14:15 Uhr: Die Firma GASCADE meldet, dass die Gasleitung wieder repariert ist: „Nach dem Unfall an der ERM-Leitung hat GASCADE das defekte Rohrstück inzwischen fachgerecht ersetzt. Nach Absprache mit den Behörden wurden der Gastransport und damit die direkte Versorgung der Kunden am Sonntag wieder aufgenommen.“

Update 12:15 Uhr: Die Polizei hat ihre Ermittlungen am Unglücksort abgeschlossen, die Feuerwehr ist abgerückt, die Aufräumarbeiten haben begonnen. Der Betreiber der Firma GASCADE hat auf weitere Fragen geantwortet, die sich nach der Anwohnerversammlung gestern in Ludwigshafen-Oppau ergeben haben. Wie eine Sprecherin in einem Telefonat mit RNF sagte, befand sich der so genannte Molch zum Zeitpunkt des Unglücks nicht mehr in der Leitung. Die Pipeline sei zum Zeitpunkt des Beginns der Bauarbeiten nicht undicht gewesen. Die Bauarbeiten hätten gemäß den Richtlinien des DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches) stattgefunden. Danach war es erlaubt, dass die Arbeiten voran gingen, während in der Pipeline unter Hochdruck Gas transportiert wurde. Um den ganzen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.

 

Update Sonntag, 26.10.2014, 9:30 Uhr: 

Nach der Gasexplosion in Ludwigshafen erwarten die Notfallseelsorger Nachwirkungen bei Anwohnern, die das Unglück aus der Nähe gesehen haben. „Wenn ein Mensch in einer Situation war, die er subjektiv als lebensbedrohlich empfunden hat, kann es auch nach einer ganzen Weile noch zu Reaktionen kommen“, sagte Notfallseelsorger Dr. Reinhard Herzog im Gespräch mit RNF: „Etwa zwei Wochen später kann es beispielsweise zu körperlichem Zittern kommen, Depressionszuständen oder anderen Wesensveränderungen. Freunde und Angehörige sollten darauf achten, ob sich Menschen verändern, auch wenn das Ereignis schon eine ganze Weile zurückliegt.“ Bei schneller Hilfe könne verhindert werden, dass sich der Zustand verfestigt. Ganz allgemein müssten Menschen, die Traumatisches erlebt haben, die Chance bekommen sich zu äußern, ihre Gedanken aufzuschreiben oder darüber zu sprechen. Daher steht die Notfallseelsorge auch nach dem Unglück in Oppau/Edigheim den Betroffenen zur Verfügung. Sie ist über die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 0621/5703210 zu erreichen. Das Gefahrentelefon hat die Rufnummer 0621/57086000.

 

Unterdessen koordiniert das Deutsche Rote Kreuz in Ludwigshafen die Sachspenden für die von der Explosion betroffenen Anwohner. Sachspenden können unter der Telefonnummer 0621/655646 angemeldet werden. Die Nummer ist montags von 10 bis 15 Uhr, dienstags von 16 bis 20 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 20 Uhr besetzt. Kleiderspenden können in der Kleiderkammer des DRK in der Stadtgartenstraße 12-14 in Ludwigshafen-Oggersheim abgegeben und abgeholt werden. Sie ist montags und freitags von 13 – 17 Uhr sowie mittwochs von 9 – 13 Uhr geöffnet. Weitere Informationen bietet die Seite des DRK Oppau auf Facebook unter der Adresse facebook.com/drkoppau.

 


 

In diesem Abschnitt können Sie unsere Berichterstattung vom Samstag, 25.10.2014 über das Explosionsunglück in Ludwigshafen verfolgen. Für weitere Informationen scrollen Sie bitte nach unten.

 

Update 18:00 Uhr: Am Nachmittag gab es eine Versammlung von Anwohnern der Unglücksstelle in Ludwigshafen-Oppau. Wir haben die zeitweise emotionale Versammlung besucht und hier einen ausführlichen Text darüber online gestellt (bitte klicken). Einer der Anwesenden hat am Tag der Explosion eine möglicherweise alarmierende Beobachtung gemacht: Ein Arbeiter in der Baugrube habe geraucht. Ob das allerdings ein Grund für das spätere Unglück sein könnte, ist zurzeit noch völlig ungeklärt. Wir haben mit dem Augenzeugen über seine Beobachtung gesprochen:

Frauke Hess in Ludwigshafen-Oppau mit ihrem Bericht und weiteren Informationen über die Anwohnerversammlung im Oppauer Rathaus:

Update 25.10.2014, 10:30 Uhr: 

Die von der Explosion in Ludwigshafen betroffenen Anwohner haben neue Unterkünfte erhalten. Seit Freitag Abend, 18 Uhr, seien alle 60 Personen, die durch das Unglück vorübergehend obdachlos geworden waren, versorgt. Das bestätigte der Oppauer Ortsvorsteher Udo Scheuermann auf RNF-Anfrage. Betroffen waren vor allem Anwohner der Jakob-Scheller-Straße, deren Häuser von der Hitze des Feuers besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Familien kamen in möblierten Wohnungen der Wohnungsbaugesellschaften LUWOGE und GAG unter, einige seien aber auch bei Verwandten eingezogen oder übernachteten in Hotels.

Zur Stunde begutachten Sachverständige der Versicherungen die Wohnungen. „Wir haben darauf gedrängt, dass sie schnell kommen“, so Scheuermann. „Sie sollen einschätzen, welche Zahlungen möglich sind.“ Die Spenden, die auf dem von der Stadt Ludwigshafen eingerichteten Konto eingehen (siehe unten), würden danach wohl vor allem für Härtefälle verwendet. Über eine Verteilung des Geldes ist noch nicht entschieden.

Sachspenden an die betroffenen Familien seien nicht notwendig. „Die Habe der Menschen ist zwar stark verschmutzt, aber in den Wohnungen selbst hat es nicht gebrannt“, sagte Udo Scheuermann.

Am Samstag Nachmittag ist eine Versammlung für die betroffenen Anwohner anberaumt, in der sie über den aktuellen Stand der Dinge informiert werden sollen. (rk)


 

Lesen und sehen Sie ab hier unsere Berichterstattung vom Freitag, 24. Oktober 2014 über die Gasexplosion in Ludwigshafen

Update 21:00 Uhr: Der Beitrag aus „RNF Life“ mit der Zusammenfassung der Ereignisse am Tag 1 nach der Gasexplosion von Ludwigshafen ist jetzt in unserer Mediathek und hier verfügbar.

Im Anschluss an diesen Beitrag führten Moderatorin Angela Halfar und Reporterin Frauke Hess in RNF Life ein Studiogespräch über weitere Aspekte des Unglücks in Ludwigshafen.

Update 20:15 Uhr: Die TV- und Telefon-Versorgung in den Gebieten nördlich des Explosionskraters ist wieder hergestellt. Das beschädigte Glasfaserkabel wurde repariert. Alle Einzelheiten dazu in diesem Artikel (bitte klicken).

Update 18:00 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen hat nach der Gasexplosion in den Stadtteilen Oppau/Edigheim ein Spendenkonto eingerichtet. Das dort gesammelte Geld soll Menschen zugute kommen, die durch das Unglück geschädigt wurden. Über die Verteilung des Geldes werde entschieden, wenn alle Schäden erhoben und abgeklärt sei, was von den Versicherungen übernommen werde, sagte Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse am Morgen bei einer Pressekonferenz.

 

Update 17:30 Uhr: In diesem Artikel (bitte klicken) haben wir ausführliche Informationen zu der geborstenen Gasversorgungsleitung und ihrer Betreiberfirma GASCADE zusammengefasst.

 

Update 16.45 Uhr: Wir haben einige Anwohner getroffen, die bereit waren uns zu erzählen, wie sie den dramatischen gestrigen Tag erlebt haben.

 

Update 12:45 Uhr: Wir haben die Pressekonferenz am Morgen per Livestream übertragen. In diesem Video stellen wir in einem unkommentierten Rohschnitt die Pressekonferenz in voller Länge zur Verfügung.

 

Die wichtigsten Inhalte der Pressekonferenz können Sie auch in den Tweets unseres Reporters Ralph Kühnl nachlesen.

Update 12:30 Uhr: Staatsanwaltschaft ermittelt im Fall der Gasexplosion

Nach der gewaltigen Gasexplosion in Ludwigshafen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Unbekannt. Es müsse geprüft werden, ob gegen die Vorschriften verstoßen wurde, teilte die Staatsanwaltschaft Frankenthal am Freitag mit. „Wir legen uns bei den Ermittlungen nicht fest. Es gibt viele Hypothesen, was zu dem Unglück geführt haben können“, sagte Oberstaatsanwalt Hubert Ströber. Unter anderem müsse geklärt werden, ob an der Leitung überhaupt gearbeitet werden durfte, ob die Bauarbeiter einen Fehler gemacht haben oder ob die Gasleitung defekt war.

Unterdessen haben Feuerwehr und Polizei am Freitagmorgen Entwarnung gegeben. In dem Gebiet um die am Donnerstag detonierte Gasleitung besteht keine Gefahr mehr, wie die Feuerwehr mitteilte. Zuvor waren Anwohner in einem Radius von 150 Metern aufgefordert worden, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und Fenster und Türen verschlossen zu halten. Die Sperrung sei nun aufgehoben, teilte die Polizei mit. In der Nacht hatte die Feuerwehr ein Leck an einer Straßenversorgungsleitung abgedichtet. Diese Leitung wurde bei der Explosion der Hochdruckgasleitung beschädigt. Auch danach hatte die Feuerwehr aber bei Messungen noch leichte Gasausdünstungen festgestellt.

Die Explosion während Arbeiten an einer Gasleitung im Ludwigshafener Stadtteil Oppau hatte am Donnerstag einen Bauarbeiter in den Tod gerissen. 26 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Rund 50 Häuser waren bei dem Unglück beschädigt worden. Mehrere Wohnungen konnten nicht mehr genutzt werden. Die Bewohner haben die Nacht in Hotels verbracht, wie ein Feuerwehrsprecher am Freitagmorgen mitteilte. (dpa/lrs/wg)

 

Update 9:15 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen hat soeben erneut zu einer Pressekonferenz eingeladen. Sie findet um 11:30 Uhr statt. Wir werden von dort berichten.

Update 9:00 Uhr: Weil bei der Explosion ein Glasfaserkabel der Telekom beschädigt wurde, kommt es auch am Tag nach dem Unglück noch zu Beeinträchtigungen im Telefonnetz. Betroffen sind insbesondere die nördlichen Stadtteile Ludwigshafens sowie die Städte Worms und Frankenthal. Zuschauer berichteten uns außerdem, dass es Beeinträchtigungen beim Fernsehempfang und beim Zugang ins Internet gebe. Unterdessen meldet das Polizeipräsidium Rheinpfalz, dass Arbeiter am Morgen beginnen, die Gasleitungen in den Anwesen in der Nähe des Unglücksortes zu spülen.

Update 24.10.14, 7:30 Uhr: Das Polizeipräsidium Rheinpfalz meldet per Twitter, das Leck an der Gasleitung sei verschlossen. Der Absperrradius wurde aufgehoben. Allerdings bleiben der unmittelbare Ereignisort und die beschädigten Häuser gesperrt. Die Polizei hält in diesen Straßen Absperrungen aufrecht: Oppauer Str./Jakob-Scheller Str., Ostring/Jakob-Scheller-Str. und Edigheimer Str./Humboldtstraße.


 

Alle Meldungen und Updates vom Donnerstag, 23.10.2014, zum Gasunglück in Ludwigshafen-Oppau

Update 22.30 Uhr: Die Arbeiten an dem zweiten Leck schreiten zu dieser Stunde weiter voran, eine Explosion kann die Polizei dabei nicht ausschließen. In einem Radius von 150m um die Jakob-Scheller-Straße in Ludwigshafen Oppau soll sich deshalb niemand im Freien aufhalten. Der Sperrbereich der Polizei liegt zwischen den Straßenzügen Oppauer Straße – Siegfriedstraße – Ostring – Kurt-Schumacher-Straße. Die Notruf-Leitungen in Lambsheim, Bobenheim-Roxheim,VBG Hessheim und Frankenthal sind ausgefallen. Kontakt zur Polizei Frankenthal können Betroffene über die Nummer 06233313-0 aufnehmen. Nach der Explosion hat auch die mit den Ermittlungen betraute Kriminaldirektion Ludwigshafen eine Hotline geschaltet. Über die Rufnummer 0621/963-1800 können sich Bürgerinnen und Bürger melden, wenn sie jemanden im Zusammenhang mit dem Schadensereignis vermissen, wenn sie selbst durch das Ereignis verletzt wurden oder einen Sachschaden erlitten haben. Auch weiterhin gibt es in umliegenden Städten und Stadtteilen Ausfälle von Internet, Telefon und Kabel TV.

 

Update 21.00 Uhr: In einer Gasquerweiche wurde ein weiteres Gasleck entdeckt. Die Feuerwehr ist vor Ort und versucht die Gefahrenstelle zu beseitigen. Die Anwohner wurden aufgefordert ihre Häuser nicht zu verlassen. Allen anderen wird empfohlen das Gebiet weiträumig zu meiden. Die Stadt Ludwigshafen hat für jene, deren Häuser nicht mehr bewohnbar sind, eine Notunterkunft eingerichtet und rechnet momentan mit ca. 20 Personen, die über Nacht dort bleiben werden.

 

Update 18.20 Uhr: Nach letztem Ermittlungsstand gibt es einen Toten und 26 Verletzte, davon 7 schwer. 50 umliegende Häuser wurden teils stark beschädigt.

Hier zeigen wir den Beitrag, wie er am Abend in RNF Life gelaufen ist:

Update 17.45 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen hat ein Bürgertelefon für Betroffene eingerichtet. 0621 / 5708 6000

Update 17.34 Uhr: Eine Information für die Zugfahrer:
Die Strecke zwischen Ludwigshafen-Oggersheim und Ludwigshafen BASF Nord ist gesperrt.
„Es wird versucht die Regionalbahnen über Lu. BASF Süd nach Ludwigshafen BASF Nord umzuleiten, um den Berufsverkehr in Richtung Ludwigshafen/Rh Hbf zu fahren.“ Das teilt die Bahn auf ihrer Homepage mit.

Hier die Pressekonferenz:

Update 17.10 Uhr: Pressekonferenz ist vorbei. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten in einer Gasleitung in der Humboldstraße wurde an der Explosionsstelle die Gasleitung freigelegt. Die Explosion ereignete sich aber wohl erst nachdem die Leitung schon offen lag, so Feuerwehrchef Peter Friedrich zum Unfallhergang.

Update 16.55 Uhr: Nach neusten Informationen von der aktuell laufenden Pressekonferenz in Ludwigshafen, wird die Anzahl der Verletzten auf 26 korrigiert. Ein Bauarbeiter ist ums Leben gekommen, drei seiner Kollegen tragen schwerste Verbrennungen davon. Da in der Nähe der Explosionsstelle Leitungen der Telekom verlaufen, sind im Moment Frankenthal und Worms ohne Telefon. Auch eine Wasserleitung ist gebrochen und unterspült vor Ort den kompletten Bereich. Malu Dreyer redet von einem schlimmen Ausmaß der Zerstörung und spricht Angehörigen ihr Beileid aus. Unterkünfte für die Menschen, die nicht in ihre Häuser zurückkönnen gelte es jetzt als erstes zu organisieren. Außerdem spricht Malu Dreyer einen Dank an die Einsatzkräfte aus, die durch ihren schnellen Einsatz einen noch größeren Schaden verhindern konnten. 180 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 70 Polizisten sind im Einsatz.

Update 16.40 Uhr: Die Pressekonferenz zu der Explosion beginnt – wir berichten live auf RNF und in unserem Live-Stream auf www.rnf.de.

Update 16.15 Uhr: Polizei korrigiert Anzahl der Verletzten auf 11.

Update 16.00 Uhr: An der Pressekonferenz zur Gasexplosion in Ludwigshafen von Stadt und Polizei um 16.30 Uhr nimmt auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu  Dreyer (SPD) teil.

Update 15.55 Uhr: Die Zahl der Verletzten steigt nach Polizeiangaben auf 21. Ein Bautrupp hatte an einer Hochdruckgasleitung gearbeitet. Beim Freilegen der Leitung wurde diese beschädigt, was wohl zu der Explosion führte. Die Wucht der Detonation war so gewaltig, dass noch in rund 100 Meter Entfernung Scheiben von Häusern und geparkten Autos platzten. Ein Wohnhaus in der Nähe des Unglücksortes geriet in Brand, zahlreiche weitere Gebäude wurden beschädigt. Mehrere Fahrzeuge brannten völlig aus. Erst nach zweieinhalb Stunden hatte die Feuerwehr die Flammen unter Kontrolle. Der Tote konnte wegen der großen Hitzeentwicklung auch mehrere
Stunden nach der Detonation noch nicht geborgen werden. Die Polizei riegelte das Gebiet in einem Umkreis von 300 Metern ab. An einer Häuserreihe in der Nähe fegte die Druckwelle Ziegel hinweg, Bäume blieben als verkohlte Stümpfe zurück. Die ungeheure Hitze ließ an Autos, die auf einem rund 150 Meter von der Explosion entfernten Parkplatz abgestellt waren, die Kunststoffteile schmelzen.

Update 15.35 Uhr: Die Betreuungsstelle wurde von der Edigheimer Straße in das Bürgerhaus in der Rosenthalstraße 4 verlegt. Letzten Meldungen zufolge gibt es einen Toten und 11 Verletzte.

Update 15.30 Uhr: Die Stadt Ludwigshafen hat in der Edigheimer Straße 143 eine Betreuungsstelle für betroffene Bürger und Bürgerinnen eingerichtet.

Update 15.15 Uhr: Beim Freilegen einer Gasleitung ist Angaben der Gas-Transportgesellschaft Gascade die Leitung beschädigt worden. Das scheint momentan die Ursache für die Explosion gewesen zu sein.

Update 15.00 Uhr: Ein Bauarbeiter ist ums Leben gekommen, vier Kollegen von ihm sind schwer verletzt. Insgesamt wurden 10 Menschen verletzt. Es gibt eine Pressekonferenz zur Gasexplosion in Ludwigshafen Oppau – wir übertragen live um 16.30 Uhr auf RNF und im Internet über unseren Livestream auf www.rnf.de/mediathek/video/rnf-livestream/

Update 14.50 Uhr: Die Lage entspannt sich langsam, die Einsatzkräfte können nun näher an die Unfallstelle vorrücken, so unser Reporter Ralph Kühnl. Das Klinikum der Stadt Ludwigshafen ist nach Angaben einer Sprecherin in erhöhter Alarmbereitschaft. Das Personal in der Notaufnahme wurde aufgestockt, Intensiv- und OP-Kapazitäten bereitgestellt. Die BG-Unfallklinik indessen gab sich bedeckt: „Keine Auskunft“, hieß es auf RNF-Anfrage.

Update 14.40 Uhr: Polizei bestätigt Todesfall bei der Explosion in der Humboldstraße, Ecke Edigheimer Straße. Die Ursache für die Detonation ist weiterhin unklar.

Update 14.35 Uhr: Die Ludwigshafener Feuerwehr steht nicht alleine. Die Mannheimer Feuerwehr ist mit zwei kompletten Löschzügen, einem Großtanklöschfahrzeug, mehrerer Spezielfahrzeuge und Führungspersonal zur Hilfe geeilt. Auch die BASF-eigene Feuerwehr ist  vor Ort.

Update 14.25 Uhr: Mindestens zehn Personen sind verletzt, so die Polizei. Alles weitere steht noch nicht fest. Am Einsatzort gibt es die Vermutung, dass ein Bauarbeiter durch die Explosion ums Leben gekommen sein könnte. Die Krankenhäuser erhöhen ihre Bereitschaft. Seelensorger sind vor Ort und betreuen die Anwohner. Die Feuerwehr ist nun dabei die Wohnhäuser am Unglücksort zu durchsuchen. Im Umkreis von 300 Metern der Explosion gibt es große Verwüstungen.

Update 14.15 Uhr: Nach letzten Erkenntnissen kam es in einem Haus zu der Explosion. Das Gebäude steht in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Ob es Verletzte oder Tote gibt, ist weiterhin unklar. Eine Familie hat sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei vermutlich in ein benachbartes Haus retten können. Die Flammen seien weithin sichtbar. Das Haus im Stadtteil Oppau liegt in der Nähe eines Werksgeländes des Chemiekonzerns BASF.

Update 14.00 Uhr: Nach der Explosion einer Versorgungs-Hochdruckleitung von der Firma Wingas ist die TWL zusammen mit der Feuerwehr im Einsatz. Die Gasversorgung wurde abgestellt, jegliches Restgas wird nun kontrolliert abgebrannt. Die Mitarbeiter der angrenzenden BASF-Gebäude dürfen ihre Räume nicht verlassen.

Im Zentrum des Ludwigshafener Stadtteils Oppau hat es eine schwere Gas-Explosion gegeben. Nach jetzigen Erkenntnissen ist eine 83-Bar-Leitung geborsten. Unbestätigten Meldungen vom Unglücksort zufolge gibt es Tote, Verletzte und Vermisste. Der Explosionsort ist eine Baustelle nahe dem Bahnübergang Edigheimer Straße. Die Feuerwehr kühlt die Häuser in der Nähe des Brandortes. Nach Angaben der Polizei gingen seit 12:25 Uhr hunderte Notrufe ein. Einige Anrufer hätten von einer „hundert Meter hohen Flamme“ berichtet, so ein Sprecher der Polizei auf RNF-Anfrage. Das erste Fotos eines unserer Teams vor Ort zeigt ein massives Feuer, etwa 60 Meter hoch. Unsere Reporter berichten von mehreren Brandstellen, brennenden Baggern und Baufahrzeugen sowie von Schäden an Häusern. Aufgrund der großen Hitze ist ein Vordringen an den Explosionsort zurzeit nicht möglich. Zur Unterstützung der Ludwigshafener Berufsfeuerwehr rückte sowohl die Mannheimer Berufsfeuerwehr als auch die BASF-Werkfeuerwehr mit ihrem Turbolöscher an. Wir berichten an dieser Stelle sowie heute Abend in unserer Sendung RNF Life weiter. (kk/rk)

 

 

 

 

Quelle: Radio Regenbogen

 

 

 

 

Kontakt: Bürgerinnen und Bürger können sich bei Fragen an das Gefahreninformationstelefon bei der städtischen Feuerwehr unter der Nummer 0621 5708-6000 wenden. Weitere Informationen auf www.ludwigshafen.de. Kontakt zur Polizei Frankenthal können Betroffene über die Nummer 06233313-0 aufnehmen. Nach der Explosion hat auch die mit den Ermittlungen betraute Kriminaldirektion Ludwigshafen eine Hotline geschaltet. Über die Rufnummer 0621/963-1800 können sich Bürgerinnen und Bürger melden, wenn sie jemanden im Zusammenhang mit dem Schadensereignis vermissen, wenn sie selbst durch das Ereignis verletzt wurden oder einen Sachschaden erlitten haben.