Ludwigshafen: Künstler Rudolf Scharpf gestorben

Der Ludwigshafener Maler und Grafiker Rudolf Scharpf ist tot. Der Namensgeber der Rudolf-Scharpf-Galerie in Ludwigshafen starb am Samstag im Alter von 95 Jahren in seiner Geburtsstadt, wie die Kommune am Dienstag mitteilte.
Oberbürgermeisterin Eva Lohse und Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg (beide CDU) würdigten ihn als einen über viele Jahrzehnte
in aller Welt anerkannten Künstler und großzügigen Schenker. Scharpf war bereits mit 15 Jahren an der Kunstakademie in Karlsruhe angenommen worden, besuchte danach die Freie Akademie Mannheim und studierte von 1936 bis 1937 an der Académie Julian in Paris. Von 1944 an arbeitete er als freischaffender Künstler. Dabei verarbeitete er seine Erlebnisse während des Zweiten Weltkriegs – er war Soldat in Russland – immer wieder in seinen Arbeiten, vor allem in Holzschnitten. Sein Werk umfasst aber auch mit Farbe überarbeitete Druckgrafik, Zeichnungen, Malerei und bemalte Keramik. Im Mittelpunkt stehen der Mensch und sein Schicksal.
1977 vermachte er sein Elternhaus der Stadt. In der 1982 eröffneten Rudolf-Scharpf-Galerie werden im Wechsel Scharpfs Arbeiten von 1945
bis 1970 oder zeitgenössische Künstler gezeigt. Sie gilt als das junge Schaufenster des Wilhelm-Hack-Museums.(dpa/lrs)