Ludwigshafen: Lucke-Partei Alfa will internationale Schutzzonen für Flüchtlinge

Die neue Partei des AfD-Gründers Bernd Lucke, Alfa, hat die Forderung nach internationalen Schutzzonen für Flüchtlinge in ihrem Programm verankert. Die 322 Delegierten sprachen sich in Ludwigshafen mehrheitlich für UN-Zonen für Flüchtlinge in Krisengebieten aus. Zum Auftakt des ersten Bundesparteitags hatte der Vorsitzende Lucke in einer Rede die Flüchtlings-, Europa- und Rentenpolitik der Bundesregierung kritisiert.

Lucke sagte, seine Partei sei das einzige politische Angebot der Mitte. Die AfD drifte zunehmend nach rechts, bei CDU und SPD sei «kein Alleinstellungsmerkmal erkennbar». Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt will die Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa) ihr Profil schärften. Zu den Kernpunkten des Parteiprogramms zählt eine «atmende Obergrenze» bei der Aufnahme von Flüchtlingen.

Den 322 Delegierten lagen in Ludwigshafen rund 250 Änderungsvorschläge zur Verabschiedung des neuen Parteiprogramms vor. Alfa war im Sommer 2015 als Abspaltung der AfD gegründet worden. Während die AfD in aktuellen Wählerumfragen bundesweit bei etwa zehn Prozent liegt, taucht Alfa dort gar nicht auf. (lrs)