Ludwigshafen: Minderjähriger Terrorverdächtiger kommt in geschlossene Einrichtung

Der 13-jährige Terrorverdächtige aus Ludwigshafen wird in einer geschlossenen Einrichtung der Jugendhilfe
untergebracht. Das entschied das zuständige Familiengericht in nicht-öffentlicher Sitzung. Damit sei ein Antrag der
Eltern des Jungen genehmigt worden. Der damals erst Zwölfjährige steht im Verdacht, im vergangenen Jahr einen Anschlag auf den Ludwigshafener Weihnachtsmarkt geplant zu haben. Der noch strafunmündige Junge war zunächst mit Zustimmung der Eltern befristet in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht worden. Nun sei ein kinder- und jugendpsychologisches Gutachten eingeholt und der 13-Jährige befragt worden, erklärte das Gericht. Die Entscheidung gelte für ein Jahr.
Die Jugenddezernentin von Ludwigshafen, Cornelia Reifenberg, hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass nach langem Suchen ein freier Träger der Jugendhilfe für die pädagogische Betreuung gefunden worden sei. Es sei vorstellbar, dass dies zu einer langfristigen Lösung führen könne, sagte Reifenberg. Bundesweit sei zuvor erfolglos bei rund 100 Trägern der Kinder- und Jugendhilfe nach einer Unterbringung gesucht worden. Sehen Sie dazu einen ausführlichen Bericht heute in RNF Life. dpa/feh