Ludwigshafen: OB Lohse mahnt, Rechtsextremen keinen Raum zu geben

In Ludwigshafen hat Oberbürgermeisterin Lohse Stellung gegen fremdenfeindliche Taten bezogen. «Wir stehen für eine offene und tolerante Stadt», sagt sie zum 15-jährigen Bestehen eines regionalen Netzwerks gegen Rechte Gewalt und Rassismus.

Ludwigshafen (dpa/lrs) – Nach einem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Ludwigshafen haben die Stadtspitze und Vertreter der Gewerkschaften zum Widerstand gegen fremdenfeindliche Umtriebe aufgerufen. Zwar gebe es auch in Ludwigshafen Rechtsradikale und Menschen, die ihr Unwesen trieben, sie seien aber «ein Randphänomen», sagte Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) am Samstag bei einer Kundgebung. «Wir müssen dafür sorgen, dass es auch ein solches Randphänomen bleibt.» Ihnen dürfe man keinen Raum geben.

«Wir stehen für eine offene und tolerante Stadt. Wir stehen für eine Stadt, in der es ein gutes Miteinander gibt, in der niemand wegen seiner religiösen oder nationalen Zugehörigkeit ausgegrenzt wird», sagte Lohse bei der Veranstaltung zum 15-jährigen Bestehen des Netzwerks gegen Rechte Gewalt und Rassismus Ludwigshafen-Vorderpfalz. Sie rief dazu auf, jenen zuzuhören, die wegen der derzeitigen Lage in Angst und Sorge seien. Gemeinsam müsse man alles tun, «damit aus Angst und Sorge nicht Abneigung und Hass wird».

In der Nacht zum Donnerstag hatten Unbekannte einen brennenden Gegenstand gegen ein Fenster der geplanten Flüchtlingsunterkunft geworfen. Es blieb bei Sachschaden. Ferner wird gegen Jugendliche ermittelt, die vor und in einer Asylbewerberunterkunft randaliert haben sollen.