Ludwigshafen: Obst aus Gärten in der Nähe des Großbrandes geringfügig belastet

Nach dem Großbrand in Ludwigshafen sind im Obst aus Privatgärten nahe der abgebrannten Lagerhalle potenziell gesundheitsschädliche Rußpartikel gefunden worden. Wie das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz (LUA) am Donnerstag mitteilte, wurden in Feigen, Äpfeln und Kirschen «geringe Gehalte» an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen nachgewiesen. Diese könnten krebserregend sein.

Das Amt empfahl den Hobbygärtnern, selbst angebautes Obst und Gemüse aus der näheren Umgebung der Brandstelle zu schälen oder sehr gründlich mit Wasser zu waschen. Die am vergangenen Wochenende im Landesuntersuchungsamt (LUA) untersuchten Obst- und Gemüseproben aus dem Umland und aus dem Handel waren dagegen unauffällig gewesen. In keiner Probe von Erdbeeren, Kopfsalat, Blumenkohl, Lauchzwiebeln und Petersilie wurden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe nachgewiesen. Auch Lebensmittelkontrolleure der Stadt Mannheim und des Rhein-Neckar-Kreises hatten in zwölf Proben von Erdbeeren, Kirschen und Johannisbeeren nichts Auffälliges festgestellt.

Beim Brand der fast zehntausend Quadratmeter großen Halle, in der hauptsächlich Styropor-Granulat lagerte, waren am Samstag große, Qualmwolken aufgestiegen. Sie zogen in Richtung Mannheim, Baden und Südhessen. Die Schadstoffbelastung war nach Angaben der Behörden gering. Die Polizei schätzt den Schaden am Brandort auf mindestens 20 Millionen Euro. (dpa/rk)