Ludwigshafen: Unterricht läuft nach Großeinsatz an Schulzentrum wieder nach Plan

Nach dem Großeinsatz der Polizei in einem Schulzentrum in Ludwigshafen läuft der Unterricht sowohl an der Karolina-Burger Realschule als auch am Heinrich Böll Gymnasium am Donnerstag wieder nach Plan. Die Suche nach dem Jugendlichen, den drei Zeugen am Mittwoch mit einer Pistole bewaffnet in der Nähe des Schulzentrums gesehen haben, dauert an. Nach Angaben der Polizei konnte auch weiterhin niemand ausfindig gemacht werden. Weitere Zeugen haben sich bisher nicht gemeldet. Die Polizei hatte das Schulzentrum am Mittwoch großräumig abgeriegelt und das Gebäude mit einer Spezialeinheit durchsucht, nachdem die Zeugen von einem bewaffneten Jugendlichen berichtet hatten. Zwei Schülerinnen einer benachbarten Schule sprachen von einem etwa 13 bis 14 Jahre alten Jugendlichen mit braunen Augen und einem Rucksack. Er habe eine blaue Jacke, eine dunkle Kapuze und schwarze Turnschuhe mit orangefarbener Applikation getragen. Die Aussagen hatten die Beobachtungen einer 34-Jährigen bestätigt, die kurz nach 7.30 Uhr einen etwa 14 Jahre alten Jugendlichen gesehen hatte, der mit einer Pistole in der Hand in der Rheingönheimer Straße in Richtung Schulzentrum gelaufen sei. Während des Polizeieinsatzes hatten sich die Schüler der beiden Schulen in ihren Klassenräumen verbarrikadiert. Auch bei der Räumung der Schulen hatten sich nach Angaben der Polizei am Mittwoch aber keine Anhaltspunkte für eine Gefahrenlage ergeben. Bei dem Einsatz war die Polizei mit fast 200 Beamten vertreten. (dpa/sab)