Ludwigshafen: Versuchter Brandanschlag auf künftige Asylbewerberunterkunft?

Die Polizei in Ludwigshafen ermittelt wegen eines mutmaßlichen versuchten Brandanschlags auf die künftige Asylbewerberunterkunft auf dem Messplatz. Gegen acht Uhr habe ein Mitarbeiter eine Beschädigung an einem Fertigbauelement festgestellt. Eine Glasscheibe war zerbrochen und der Kunststoff verschmort. Auf Grund der vor Ort aufgefundenen Spuren gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass Unbekannte im Lauf der vergangenen Nacht einen brennenden Gegenstand gegen Fenster geworfen hatten. Der Schaden belaufe sich auf etwa 2.000 Euro, heißt es in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Die Kriminaldirektion habe eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, heißt es weiter. Unter anderem werde geprüft, inwieweit die brennende Flüssigkeit geeignet war, größeren Schaden herbeizuführen. Eine politisch motivierte Tat sei nicht auszuschließen. Die Polizei verstärkt daher ihre Präsenz an der zukünftigen Flüchtlingsunterkunft. Früheren Angaben zufolge sollen in zwei Zelten auf dem Messplatz in Ludwigshafen bis zu 240 Flüchtlinge untergebracht werden. Die Stadt geht davon aus, dass diese winterfesten Unterkünfte bis zu zwei Jahre benötigt werden könnten.

Für den Nachmittag hat die Polizei zu einer Pressekonferenz am Tatort eingeladen. Wir berichten am Abend in RNF Life über den neuesten Stand der Dinge. (rk/pol)

Bild: Archiv/RNF