Ludwigshafen: „Vor der Morgenröte“ gewinnt Filmkunstpreis

Der mit 50 000 Euro dotierte Ludwigshafener Filmkunstpreis 2016 geht an die Macher der Produktion „Vor der Morgenröte – Stefan Zweig in Amerika“. Das teilte das Festival des deutschen Films, das die Auszeichnung alljährlich vergibt, mit. Der Film handelt von dem  österreichischen Schriftsteller und Juden Stefan Zweig (1881-1942, gespielt von Josef Hader), der vor den Nationalsozialisten nach Südamerika floh sowie von seinem Heimweh und seiner Sehnsucht nach der deutschen Sprache. Regie führte die Schauspielerin Maria Schrader, die zusammen mit ihrem Lebensgefährten Jan Schomburg auch das Drehbuch schrieb. Insgesamt konkurrierten 25 Filme um die Auszeichnung. Der Film habe durch die strenge Wahl der filmischen Mittel beeindruckt, teilte die Jury mit. Die Macher hätten mutig auf die Versuchung verzichtet, das „komplette Bild“ zu erzählen. Dennoch füge sich das Ganze zu einer kraftvollen Erzählung zusammen, die einem die Fülle des historischen Augenblicks und seinen Schmerz zugänglich mache. Je 10 000 Euro gingen an die Regisseurin und an die Produktion („X-Filme Creative Pool/Idéale Audience/Maha Productions/Dor Film Produktionsgesellschaft“), 30 000 Euro erhält der deutsche Verleih („X-Verleih“). Der mit 10 000 Euro dotierte Publikumspreis wurde zu gleichen Teilen für „Jonathan“ von Pietr Lewandowski und „Der Äthiopier“ von Tim Trageser vergeben.Das Festival des Deutschen Films auf der Ludwigshafener Parkinsel geht am heutigen Sonntagabend mit einem Besucherrekord zu Ende. Bereits am Freitag wurde der 100 000. Zuschauer in den Kinozelten begrüßt. Vergangenes Jahr kamen 88 000 Menschen zum Festival. (dpa/mho)