Ludwigshafen: Weggefährten verabschieden sich von Helmut Kohl

Nach dem Tod von Helmut Kohl haben Verwandte und langjährige Weggefährten im Haus des Altkanzlers Abschied von dem 87-Jährigen genommen. Der frühere «Bild»-Chefredakteur Kai Diekmann, ein langjähriger Vertrauter Kohls und Trauzeuge bei dessen Heirat mit Maike Richter 2008, war am Freitag bereits bei Bekanntwerden der Todesnachricht in Ludwigshafen-Oggersheim.

Er öffnet die Tür, als Kohls Sohn Walter am Freitagabend nach einigen Schwierigkeiten das Haus seines Vaters betritt. Walter Kohl, der nach eigenen Angaben jahrelang keinen Kontakt mehr zu seinem Vater hatte, muss erst mit der Polizei diskutieren, bis er zum Haus durchgelassen wird.

Kohls ehemaliger Fahrer Eckhard Seeber kommt am Samstag und verlässt das Haus kurz darauf wieder – wortlos. Der «Bild am Sonntag» sagt er, man habe ihn nicht zu Kohl gelassen, weil bei diesem gerade die Bestatter seien.

Ebenfalls am Samstag kommen der ehemalige rheinland-pfälzische CDU-Chef Christoph Böhr, die Ludwigshafener Oberbürgermeisterin Eva Lohse (CDU) und der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Monsignore Erich Ramstetter, ein alter Freund Kohls, sagt auf Anfrage, er sei wegen eines Sturzes gehandicapt und komme nicht. Am Sonntag ist der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Salomon Korn, einer der Trauergäste. (lrs)