Ludwigshafen: Wieder kein Nobelpreis für Kohl

Der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl ist auch in diesem Jahr bei der Vergabe des Friedensnobelpreises leer ausgegangen. Gut ein Dutzend Journalisten, die am Freitag vor dem Wohnhaus des 84-Jährigen im pfälzischen Ludwigshafen gewartet hatten, mussten ihre Kameras, Mikrofone und Notizblöcke unverrichteter Dinge wieder einpacken. Statt des Alt-Kanzlers werden die beiden Kinderrechts-Aktivisten aus Indien und Pakistan, Kailash Satyarthi und Malala Yousafzai, ausgezeichnet. Wie schon seit einigen Jahren zur Bekanntgabe des neuen Friedensnobelpreisträgers waren die Medienleute am Vormittag mit Funkwagen und Kameras in den Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim gekommen. Journalisten, Kohls Nachbarn, Sicherheitsleute und die Polizei nehmen den Termin inzwischen mit Humor. Sie verabschiedeten sich mit den Worten: „Bis nächstes Jahr!“. dpa/feh