Ludwigshafen/Speyer: Situation in „Tafeln“ angespannt

Eine große Zunahme an Bedürftigen und Schwankungen bei den gespendeten Lebensmitteln bereiten den Tafeln in Rheinland-Pfalz Probleme. Die Nachfrage gehe in erster Linie auf Flüchtlinge zurück, sagte der Vorsitzende des Landesverbandes Rheinland-Pfalz und Saarland im Interview. In Ludwigshafen sei die Lage besonders angespannt. In Speyer gibt es derzeite inen Aufnahmestopp. Bis zu 300 Familien versorgt die Tafel jede Woche. „Mehr Kapazitäten haben wir nicht“, sagte Leiterin Heiderose Zwick. Das Warenangebot sei ein
Lotteriespiel. Gerade Molkereiprodukte erhalte man immer seltener. „Die Supermärkte verkaufen Joghurt, der bald abläuft, mittlerweile
lieber selbst für die Hälfte.“Vorwürfe machen müsse sich keine Tafel, sagte Neitzert. „Wir können nur verteilen, was gespendet wird.“ Im Vergleich zu anderen Bundesländern sei die Situation in der Region noch in Ordnung. Im Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland sind 63 Tafeln organisiert, teils als Vereine, teils in Trägerschaft anderer Organisationen wie Sozialdiensten oder dem Roten Kreuz. (dpa)