Mainz: Höfken warnt vor Folgen von TTIP für rheinland-pfälzische Weine

Vor den möglichen Folgen des geplanten USA-Freihandelsabkommens TTIP hat die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Ulrike Höfken (Grüne) gewarnt. „Die Bundesregierung muss unsere deutschen regionalen Weine vor unlauterem Wettbewerb und die Verbraucher vor irreführenden Bezeichnungen schützen“, teilte Höfken in Mainz mit. Sie verschärfte damit ihre Kritik und reagierte auf Aussagen von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU). Er hatte dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ gesagt, der Schutz regionaler Spezialitäten könne sich mit TTIP ändern.
In Rheinland-Pfalz beträfe TTIP nur den Wein, sagte Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale in Mainz. Bislang gewährleisten Gütezeichen der EU-Kommission, dass zum Beispiel Nürnberger Lebkuchen in Nürnberg hergestellt wird und die Zutaten für Allgäuer Emmentaler aus dem Allgäu kommen. Andere Lebensmittel mit „geschützter geografischer Herkunft“ gebe es im Land nicht.
Für Umbach sind diese besonderen Lebensmittel nur ein Nebenschauplatz von TTIP. Ernährungsexperten fürchteten viel mehr, dass zum Beispiel
europäische Hygiene-Standards aufgeweicht würden. (dpa/lrs)