Mainz/Worms: Mehrjährige Haftstrafe für Attacke am Wormser Bahnhof

Mit einem Motorradhelm einen wuchtigen Schlag versetzt, auf das Opfer eingetreten und dessen Rucksack geraubt: Ein 30-Jähriger muss wegen schweren Raubs und gefährlicher Körperverletzung vier Jahre und drei Monate in Haft. Das Landgericht Mainz ging am Dienstag von einem minderschweren Fall aus. Es habe sich um eine spontane Tat gehandelt, und das Opfer habe keine bleibenden Schäden davontragen. Der Täter hatte über seinen Anwalt ein Geständnis abgelegt.
Die Attacke geschah vor knapp einem Jahr am Bahnhof in Worms. Der Täter ging nach Ansicht des Gerichts auf den anderen Mann los, als
dieser gerade einen Zug verließ. Grund dafür sei das Gerücht gewesen, das Opfer habe sich an die Verlobte des Täters herangemacht, während dieser in Haft saß. Der 30-Jährige ist mehrfach vorbestraft. Er akzeptierte das Urteil.
Der Täter bestritt vor Gericht, es auf das Portemonnaie des Opfers abgesehen zu haben. „Rucksack und Geld wollte ich gar nicht, ich wollte ihm als Junkie nur Probleme machen, indem ich ihm den Substitutionsausweis nehme und die Kosmetik im Rucksack, mit der er seinen Konsum bezahlt“, erklärte er. Die geraubten Gegenstände habe er in einen Mülleimer geworfen.(dpa/lrs)