Mainz/Landau: Lemke rät zu Geduld bei Erdwärmekraftwerk

Nach dem Fund erhöhter Arsenwerte im Landauer Grundwasser hat die rheinland-pfälzische Energieministerin Eveline Lemke (Grüne) vor vorschnellen Entscheidungen beim örtlichen Erdwärmekraftwerk gewarnt. „Ich rate uns hier allen Geduld an, auch wenn ich großes Verständnis habe für die Ungeduld der Bürgerinnen und Bürger“, sagte sie am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss des Mainzer Landtags.
Lemke verwies auf die hohen Schadenersatzforderungen von Energiekonzernen gegen den Atomausstieg. „Wir spekulieren nicht, wir warten die Ermittlungen ab“, ergänzte sie mit Blick auf die Staatsanwaltschaft Landau. Zwar werde das Erdwärmekraftwerk von den Anwohnern nicht mehr akzeptiert. „Aber wir müssen uns an die Gesetze und den Vertrauensschutz halten.“
In Kürze sollen Erkundungsbohrungen bei der Anlage klären, wo ein Leck sein könnte. Das Kraftwerk auf dem Gelände der Landesgartenschau 2015 wurde im März vorerst stillgelegt, nachdem sich der Boden der Umgebung stellenweise geringfügig gehoben hatte. Es kam zu Rissen. Zudem nimmt die Staatsanwaltschaft die erhöhten Arsenwerte im Grundwasser unter die Lupe. Die Trinkwasserversorgung ist laut Behörden aber nicht in Gefahr. (dpa/lrs)