Mannheim: Angeklagte sollen mit Bierhandel Steuern hinterzogen haben

Es geht um 70 Millionen Liter Bier: Fünf Franzosen und Deutsche sollen daran beteiligt gewesen sein, mit illegalem Bierhandel mehr als 12 Millionen Euro an Steuern zu hinterziehen. Die Gruppe schloss sich aus Sicht der Mannheimer Staatsanwaltschaft 2012 zusammen. Die Behörde habe Anklage wegen
Beihilfe zur Hinterziehung französischer Verbrauchssteuern in 15 Fällen erhoben, teilte sie am Donnerstag mit. Die Angeklagten sollen vorgegeben haben, Bier von drei französischen Firmen in einer
Brauerei nahe Karlsruhe einzulagern – was dort steuerfrei erlaubt ist. Dann hätten sie es in der EU weiterverkauft.

Tatsächlich gelangten die 70 Millionen Liter Bier laut Staatsanwaltschaft aber nie nach Deutschland. Stattdessen seien sie auf dem Schwarzmarkt in Großbritannien weiterverkauft worden. Zu den
Angeklagten gehören auch zwei ehemalige Geschäftsführer der Brauerei. (dpa/lsw)