Mannheim: Bilfinger baut Arbeitsplätze ab

Der angeschlagene Baukonzern Bilfinger ergreift drastische Maßnahmen. Wie das Mannheimer
Unternehmen am späten Montagabend mitteilt, hat der Vorstand der Bilfinger die 
"Neuausrichtung der Verwaltung im Konzern beschlossen. Prozesse, Strukturen und Systeme 
werden einheitlicher, straffer und effizienter aufgestellt." Dafür seien Einmalaufwendungen 
im hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich geplant: "Darin enthalten sind vom Vorstand 
geplante Investitionen in einheitliche und leistungsfähigere IT-Systeme in Millionenhöhe. 
Diese Investitionen stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats."

Der für die Beschäftigten in der Quadratestadt entscheidende Satz kommt dann: "Die 
Konzernzentrale in Mannheim wird zudem schlanker aufgestellt." Bedeutet: Arbeitsplätze 
werden abgebaut! "Die Zahl der Stellen soll reduziert und die Eigenständigkeit 
dezentraler Einheiten in ausgewählten operativen Bereichen erhöht werden", heißt es auf der 
Homepage des Unternehmens. 

Mit den Maßnahmen will Bilfinger an seine Effizienz mittelfristig erheblich steigern und 
die Verwaltungskosten um jährlich etwa 100 Mio. EUR zu senken. Erste Einsparungen werden 
2017 wirksam, der überwiegende Teil der Einsparungen ab dem Jahr 2018. Sie setzen sich aus 
Personalkosten und zu einem nicht unerheblichen Teil aus Sachkosten zusammen. Die zur
Umsetzung notwendigen Maßnahmen werden eng mit den Sozialpartnern abgestimmt. (wg)