Mannheim: Bilfinger streicht 1250 Stellen / Töpfer scheidet aus

Bilfinger baut seine Struktur um. Wie der Mannheimer Dienstleistungskonzern mitteilt, werden in den nächsten zwei Jahren weltweit 1250 der 70 000 Stellen gestrichen. Betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen, heisst es. Mit der Umstrukturierung will der Konzern sein Geschäft enger vernetzen und Kosten sparen. Wie es heisst, können durch die Integration der Teil-Konzerne in die Bilfinger SE Verwaltungsfunktionen zusammengeführt werden. Wo genau Stellen wegfallen, steht den Angaben zufolge aber noch nicht fest. Ab 2015 rechnet Bilfinger beim Personal mit jährlichen Einsparungen von 80 bis 90 Millionen Euro. Die Sachkosten sollen ebenfalls um einen zweistelligen Millionen-Betrag sinken. Das Unternehmen will mit dieser Weichenstellung die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern.
Unterdessen scheidet Bilfinger-Vorstand Thomas Töpfer zum Jahresende aus dem Unternehmen aus. Wie es heisst, habe es unterschiedliche Auffassungen über die Umsetzung der Geschäftspolitik gegeben. Der 52jährige gehörte dem Bilfinger-Vorstand seit 2009 an. Er ist auch Aufsichtsratsvorsitzender des Mannheimer Stadtmarketings und wurde vor wenigen Monaten in den  Vorstand der Metropolregion Rhein-Neckar gewählt. (mho)