Mannheim: Bunte CSD-Parade in der City

Zehnttausende Menschen – laut Veranstalter bis zu 80 000 – haben bei hochsommerlichen Temperaturen am Samstag in der Mannheimer Innenstadt beim Christopher Street Day mitgefeiert. Beginnend auf der Breiten Straße, zog der Troß der knapp 50 Wagen und 800 Teilnehmern fast drei Stunden lang durch die City. Das selbstironische Motto der 7. Auflage der Schwulen- und Lesbenparade, zu der auch die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney gekommen war, lautete: „Was wollt Ihr denn noch?“

Das Motto solle zum Ausdruck bringen, dass zwar schon viel erreicht wurde, man aber noch lange nicht am Ende sei“, so Stefan Fulst-Blei, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion und gemeinsam mit der stellvertretenden Landtagspräsidentin Brigitte Lösch (Grüne) Schirmherr des CSD Rhein-Neckar in diesem Jahr. Für ihn ist Gleichberechtigung eine Frage der Menschlichkeit.

Mannheim als tolerante Stadt: „Der Christopher Street Day gehört zum Selbstverständnis der Stadt Mannheim“, hatte Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz beim Empfang für die Teilnehmer im Vorfeld bekräftigt.

„Die Demo-Parade ist als politische Demonstration zum einen ein Sprachrohr, um Forderungen zur Gleichberechtigung Gehör zu verschaffen. Zum anderen ist sie eine Einladung für alle Menschen aus der Rhein-Neckar Region und alle Besucher, egal ob homo, bi, trans, inter oder hetero, in Kontakt zu Ansichten, Lebensentwürfen und der Lebenswelt anderer Menschen zu kommen, die man sonst im Alltag vielleicht gar nicht wahrnimmt“, heißt es auf der Homepage des CSD Rhein-Neckar zum Hintergrund der Parade. (wg)