Mannheim: Entschärfungsarbeiten an Baustelle in den Quadraten dauern an

Die Suche nach Blindgängern in der Baustelle an den Quadraten A 4 und A 5 müssen um vorerst eine Woche verlängert werden. Laut Stadt wurden bei den Arbeiten im tieferen Erdreich Reste von Eternitplatten gefunden, die Asbest enthalten. Sie müssen entfernt werden, bevor die Suche nach Sprengkörpern weiter geht. Bislang wurde kein scharfer Blindgänger gefunden. „Wir möchten die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis bitten, dass sie sich jetzt erneut auf eine Evakuierung einstellen müssen. Aber die Sicherheit der Menschen, die hier arbeiten und die Sicherheit derer, die rund um diesen Bereich leben, geht vor. Deshalb tun wir alles, damit das Gelände schnell von möglichen Kampfmitteln befreit wird und das aber mit größtmöglicher Sorgfalt und so sicher wie möglich“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, der sich vor seiner Abfahrt nach China selbst ein Bild von der Lage vor Ort gemacht hatte. Die Experten der zuständigen Kampfmitteldetektierungsfirma arbeiten am morgigen Freitag und in der nächsten Woche im Schichtdienst jeweils von 7.00 bis 19.00 Uhr weiter an den zu untersuchenden Bereichen. Parallel dazu wird eine Spezialfirma das asbesthaltige Material unter strengen Sicherheitsauflagen entfernen.

Die Stadt Mannheim wird unverzüglich informieren, wenn eine Evakuierung nötig ist und wann sie stattfinden wird. Ein genauer Evakuierungszeitpunkt kann aufgrund der jetzt neu angefallenen Maßnahmen derzeit noch nicht angegeben werden.

Hintergrundinformationen:

Bei Bauarbeiten im Bereich der Bismarckstraße waren Hinweise auf drei mögliche Bomben-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Seit Montag, dem 15. August, werden die einzelnen Verdachtspunkte von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes näher untersucht. Falls dabei ein Blindgänger gefunden wird, muss dieser vor Ort entschärft werden
Bei einer notwendigen Entschärfung müsste in einem Radius von etwa 500 Metern rund um die Fundstelle evakuiert werden. Davon wären rund 6.000 Anwohner betroffen. Sollte ein Blindgänger gefunden werden, müssen der angrenzende Bahnverkehr sowie der Schiffsverkehr auf dem Rhein ruhen, die Konrad-Adenauer-Brücke würde vorübergehend gesperrt. (Stadt Mannheim/mj)