Mannheim: Fußballfilmfestival hat begonnen

Mit dem sehenswerten Streifen „Zweikämpfer“ hat am Freitagabend das erste Internationale Fußballfilmfestival „11mm Mannheim“begonnen. Es findet im Vorfeld des gleichnamigen Festivals in Berlin statt. Sechs Tage lang dreht sich in der Alten Feuerwache alles ums runde Leder. Anlass ist der bevorstehende Geburtstag von Sepp Herberger, der sich am 28. März 2017 zum 120. Mal jährt und von der gleichnamigen Stiftung mit der Verleihung der Sepp-Herberger-Urkunden ebenfalls in Mannheim gefeiert wird. „Zweikämpfer“, ein Dokumentarfilm von Regiesseur Mehdi Benhadj-Djilali (Foto) aus dem Jahr 2016, beschäftigt sich mit dem Phänomen arbeitsloser Fußballprofis, das selten beleuchtet wird. Zu diesem Zweck nimmt er die Spieler Christian Mikolajczak, Benjamin Schüßler, Nico Frommer und Julian Lüttmann am Ende ihrer Karrieren in den Blick, die es bis in die Zweite oder sogar Bundesliga schafften, trotzdem aber keine gesicherte Zukunft haben. Sie kämpfen im Sommercamp der Fußballergewerkschaft VdV um einen Vertrag, müssen entscheiden, ob sie nach Asien gehen wollen, machen sich über ihre Identät Gedanken und müssen darüber hinaus mit den Sorgen ihrer Familien zurechtkommen.

Ein weiteres Highlight in der Alten Feuerwache ist der Sonntag: Er steht ganz im Zeichen der Ultras. Ein deutscher Dokumentarfilm über Problemfans, brennende Bengalos und Randale wird begleitet von einer Podiumsdiskussion mit Kennern der Szene wie Fan-Forscher und Soziologe Gunter A. Pilz, DFL, Polizei sowie Pro Waldhof. Das Fußballfilmfestival läuft bis zum 29. März. (wg)