Mannheim: Gefahrgut-Einsatz im Rangierbahnhof

Die Stadt Mannheim teilt mit:

Derzeit findet auf dem Gelände des Rangierbahnhofs ein Feuerwehreinsatz statt. Ab dem frühen Nachmittag wird dort heute das Gas Methylamin, wovon sich Reste in einem dort abgestellten Kesselwagen befinden, kontrolliert abgefackelt. Dadurch wird eine Fackel von bis zu maximal vier Meter Höhe im Umkreis zu sehen sein. Außerdem wird möglicherweise ein produkttypischer Geruch vor Ort wahrnehmbar sein.

In dem nahezu leeren Wagon befinden sich noch bis zu zehn Prozent Rest des Gases. Aktuell gehen die Einsatzkräfte vor Ort davon aus, dass das Abfackeln und das anschließende Durchspülen des Kessels bis zu eineinhalb Tage in Anspruch nehmen können. Das Spülwasser wird fachgerecht entsorgt. Eine Gefahr für die Anwohner besteht nicht. In der nahegelegenen Reparaturhalle wurde der Betrieb für die dortigen Mitarbeiter der Deutschen Bahn eingestellt.

Als ein Gasaustritt heute in den Morgenstunden im Bereich des Ventils am Boden durch Bahnmitarbeiter festgestellt wurde, wurden die Feuerwehr Mannheim, die Berufsfeuerwehr der BASF, die Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Umwelt umgehend verständigt und sind vor Ort. Unmittelbar durchgeführte Messungen der Feuerwehr ergaben, dass in einigen Metern Entfernung keine erhöhten messbaren Konzentrationen des Methylamin-Gases festgestellt werden konnten. Der Kesselwagen befindet sich bis auf ein defektes Fahrgestell in einem guten Allgemeinzustand.

Der 20 Tonnen Kesselwagen war im Jahr 2013 auf dem Weg zur BASF in Ludwigshafen verunfallt und beschädigt worden. Dadurch war der Wagen, der sich im Eigentum der DB Schenker befindet, nicht mehr fahrtauglich. Bis vor kurzem hatte die Unfalluntersuchung durch die Eisenbahnunfalluntersuchungsbehörde noch stattgefunden. Es war geplant den Wagen in Mannheim nach den Sommermonaten komplett zu entleeren, zu reinigen und zu verschrotten.(cb)