Mannheim: Gewerkschaft schließt vorläufigen Frieden mit Daimler-Logistiker

Die IG Metall in Mannheim hat sich mit dem Logistikdienstleister Transco auf Eckpunkte einer Zusammenarbeit für den Auftrag bei Daimler geeinigt. So soll es für die Transco-Mitarbeiter, die zuvor als Leiharbeiter bei Daimler zu besseren Konditionen beschäftigt waren, eine Einmalzahlung geben, wie die Gewerkschaft am Mittwoch mitteilte. Darüber hinaus sollen bald Betriebsratswahlen stattfinden. Transo und die IG Metall nehmen außerdem Verhandlungen für einen Haustarifvertrag auf. Im Gegenzug will die Gewerkschaft das Verfahren vor dem Arbeitsgericht ruhen lassen. Die Gewerkschaft wirft dem Logistikdienstleister Transco vor, Bewerber bei Einstellungsgesprächen nach ihrer Gewerkschaftszugehörigkeit befragt zu haben. Das sollte gerichtlich untersagt werden. Im Zuge der Neuausrichtung in der Produktion von Lkw-Komponenten sollen in dem Werk in Mannheim bis zu 150 Beschäftigte über Transco eingesetzt werden. Viele von ihnen waren zuvor als Leiharbeiter bei Daimler zu besseren Konditionen angestellt. Der Fall ist nur ein erster Aufschlag für die Gewerkschaft. Betriebsratschef Michael Brecht hatte jüngst im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur angekündigt: „Wir möchten, dass Logistikdienstleistungen, die auf dem Werksgelände stattfinden, stärker reglementiert werden.“ Vom Betriebsrat kommt unter anderem der Vorschlag, mit der IG Metall zusammen ein Tarifgefüge zu entwerfen, das über den Tarifen für Logistik und Spedition liegt, aber unter dem Metalltarifvertrag. (dpa/lsw)