Mannheim: Handball-Auswahl schlägt Tschechien

Die Generalprobe für die Weltmeisterschaft ist geglückt: Mit zwei Siegen binnen weniger als 24 Stunden haben die deutschen Handballer eine große Portion Selbstvertrauen getankt. Fünf Tage vor Turnierbeginn feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) am Samstag in Mannheim einen 27:22 (11:10)-Erfolg gegen Tschechien, nachdem es am Vortag in Stuttgart ein 32:24 gegeben hatte.

Vor 9155 Zuschauern in der SAP-Arena war Patrick Groetzki mit sechs Treffern bester deutscher Torschütze. Am Dienstag reist die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson nach Katar. Dort ist Polen am Freitag der erste Gegner. Die weiteren Kontrahenten in der Vorrundengruppe D sind Dänemark, Russland, Argentinien und
Saudi-Arabien. Die ersten vier Teams qualifizieren sich für das Achtelfinale.

Nicht zum Einsatz kam Kapitän Uwe Gensheimer, weil er an einem am Vortag erlittenen Pferdekuss litt. Für ihn kam der Magdeburger Matthias Musche zum Einsatz, der sein zweites A-Länderspiel absolvierte. Wie im ersten Vergleich mit dem möglichen Achtelfinalgegner tat sich die deutsche Mannschaft in der ersten Halbzeit schwer. Bis zum 3:4 (7.) lief der Gastgeber einem Rückstand hinterher, ehe er mit drei Treffern in Serie zum 6:4 (10.) das Spiel wendete. Danach ging vieles leichter, wenngleich sowohl im Angriff als auch in der Abwehr noch
nicht alles rund lief. Die DHB-Auswahl setzte sich auf 10:6 (25.) ab, kassierte aber bis zum 11:10-Pausenstand wieder den Anschluss. Sigurdsson blieb auch im finalen WM-Test seiner Linie treu und probierte unterschiedliche Besetzungen aus. Einzige Konstante bis Mitte der zweiten Hälfte war Torhüter Carsten Lichtlein, der mit zahlreichen Glanzparaden dafür sorgte, dass die deutsche Mannschaft nicht in Rückstand geriet.

Denn in der zweiten Halbzeit kassierte der Gastgeber den 13:13-Ausgleich (36.). Doch nach einer feinen
Einzelleistung von Spielmacher Martin Strobel und drei Kontertoren von Groetzki und Johannes Sellin führte der WM-Fünfte mit 17:13 (40.).Danach war der Bann gebrochen. Zwar fielen die Tore noch immer nicht
wie am Fließband. Doch den Tschechen um ihren Kieler Rückraumstar Filip Jicha fiel gegen die deutsche Abwehr nicht mehr viel ein. So kam der Gastgeber zu leichten Toren und Sellin erhöhte in der 52. Minute nach einem Tempogegenstoß auf 23:16. (dpa/wg)