Mannheim: Ist Glück Trainingsache?

Glückliche Menschen sind gesünder, leistungsfähiger, kreativer und schaffen es zudem, die Stimmung in ihrer Umgebung
aufzuhellen. Warum aber trifft man auf der Straße oder im Büro immer noch so viele Schlechtgelaunte? Gina Schöler glaubt, dass die Leute gar nicht so mies drauf sind. „Sie brauchen nur positive Anstupser“, sagt die Kommunikationsdesignerin aus Mannheim, die als selbst ernannte Glücksministerin durch Deutschland reist.
Zum Weltglückstag an diesem Montag (20. März) hat sie die Aktion #schreibdichglücklich ins Leben gerufen und innerhalb weniger Tage mehr als 3700 Frauen und Männer zum Mitmachen bewegt. Sie bekommen die Adresse eines anderen Teilnehmers zugelost und schreiben ihm einen persönlichen Brief – als Anregung dienen Fragen wie „Was ist
deine schönste Kindheitserinnerung?“ oder „Worauf bist du stolz?“. Schöler ist überwältigt von der Resonanz. „Ein gewisser Kick liegt darin, einen fremden Menschen unvoreingenommen kennenzulernen“, meint die 30-Jährige. „Außerdem freuen sich alle darauf, wieder etwas Handgeschriebenes und nicht nur Werbung und Rechnungen im Briefkasten zu finden.“ Ihr Ministerium für Glück und Wohlbefinden ist 2012 als Kunstprojekt an der Mannheimer Hochschule für Gestaltung gestartet –
im gleichen Jahr beschloss die Hauptversammlung der Vereinten Nationen die Einführung des Weltglückstages. Sehen Sie dazu ein Interview mit Gina Schöler in RNF Life. dpa/feh