Mannheim: Kein Geständnis im Prozess um Mord an Austauschstudentin

Er soll eine 20-jährige Studentin aus Litauen getötet haben, doch vor Gericht schweigt der Angeklagte zu den Vorwürfen: Seit Dienstag muss sich ein 41-Jähriger in Mannheim wegen Mordes, sexueller Nötigung und Raubes verantworten. Die Anklage wirft ihm vor, die junge Frau Anfang Oktober 2013 auf dem Heimweg von einem Uni-Filmabend überfallen zu haben. Anschließend habe er sie mit ihrem Schal erdrosselt und sich dann an ihr vergangen, erklärte die Staatsanwaltschaft. Kurz nach der Tat fassten die Ermittler den Mann in seiner Wohnung im nahe gelegenen Grünstadt in der Pfalz. Die Leiche der Frau wurde unter einer Brücke in der Mannheimer Innenstadt gefunden. Zu den Vorwürfen werde sich sein Mandant nicht äußern, kündigte der Verteidiger des Angeklagten an, nachdem die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift verlesen hatte. Der Prozess findet unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Mord hatte über die Grenzen der Region hinaus große Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst. Für den Prozess setzte das Gericht zunächst 25 Verhandlungstage bis zum 29. Mai und fünf mögliche Zusatztermine bis zum 18. Juli an. (dpa/lrs)